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01. Dezember 2007

Ich kann mich sehr gut daran erinnern, wie ich mir letztes Jahr hier meinen eigenen Adventskalender mit Sprüchen und Bildern gemacht habe.

Diesmal werde ich euch meinen neuen Adventskalender präsentieren, und ihr könnt täglich ein Türchen öffnen. Ich habe dort meine Grafiken und Flash-Arbeiten eingebaut und hoffe, ich kann euch die Zeit bis Weihnachten damit etwas schöner machen.



Ein neues Design werde ich mir heute auch noch basteln - ich hoffe, es ist bis zum ersten Advent online.

Außerdem nehme ich mir vor, im Dezember täglich zu schreiben!

Zu Libras Adventskalender
1.12.07 19:25


Die Mäusestrategie

In einem Forum wurde mir vor einigen Wochen ein Buch empfohlen:

„Die Mausestrategie“ von Spencer Johnson, das ich mir nach dem Lesen des Klappentextes sofort gekauft habe. Ich fühlte mich von der Geschichte sofort magisch angezogen und habe das Buch richtiggehend verschlungen.

Es handelt von Mäusen und menschenähnliche Minilebewesen, die auf der Suche nach ihrem persönlichen Käselager sind und wie sie Veränderungen begegnen, nachdem man ihnen eines Tages den Käse einfach weggenommen hatte.

Wundervoll geschrieben, eigentlich ganz einfach, und doch absolut wirkungsvoll. Ich hatte den Eindruck, man hätte die Mäusestrategie eigens für mich geschrieben, denn sie passt so hundertprozentig auf mich und mein Leben wie sonst nichts, was ich bisher gelesen habe.
18.10.07 15:45


Als man mir den Käse wegnahm...

Ich habe lange darüber nachgedacht, wann man mir wohl meinen Käse weggenommen hat,
und wenn ich ehrlich bin, ist das schon sehr lange her. Wer meinen Blog kennt, kennt auch meine Geschichte, aber ich möchte hier trotzdem noch mal anhand der Mäusestrategie reflektieren, wie es aus meiner Sicht war.

Als ich mit dem Studium fertig war, hat mich ein älterer Kollege gefragt, ob ich zusammen mit ihm ein Büro eröffnen wollte. Der Kollege war aus Trier nach Nordhessen gekommen und wollte das Büro nur in Partnerschaft führen. Er hatte meinen damaligen Chef gefragt, der aber schon sehr krank war und uns nur seine Büroräume vorerst zur Verfügung stellte.
Ich hatte die Wahl zwischen Anstellung und Partnerschaft - und ich wollte die Partnerschaft.
Ich war vielleicht blauäugig, aber auch ehrgeizig, und mir gefiel die Vorstellung, gleichberechtigter Partner zu sein. Außerdem dachte ich, dass ich damit Kindererziehung und Beruf besser kombinieren könnte, was sich auch als richtig erwies.

Der Kollege baute sich ein Haus mit Büro und wir zogen nach einer Übergansphase dort ein.
Wir hatte sehr gute Aufträge und bald einen Namen im Ort, denn das Team - jung und alt, klappte gut, auch weil die Aufgaben entsprechend verteilt waren.

Das war die Zeit, als ich mein persönliches Käselager fand.

Es war ein sehr schöne Zeit - ich war erfolgreich, ich hatte genügend Geld, ich hatte mein eigenes Haus, Mann, Kinder - alles wie im Märchen

Ich habe mich in dieser Zeit oft gefragt, ob das Glück wohl immer so weiter gehen könnte.
Ich war fast ängstlich, es könnte irgendwann mal aufhören, und leider war es dann auch so.

Die Partnerschaft zerbrach - und zwar nicht an mangelnden Aufträgen, sondern an zwischenmenschlichen Beziehungen. Trotz des Altersunterschieds hatten sich mein Kollege und ich ineinander verliebt. Wir wollten beide weder unsere Partner verlassen noch unsere berufliche Zusammenarbeit beenden, aber seine Frau bestand darauf, dass wir die Partnerschaft beenden.

Das war der Tag, an dem man mir meinen Käse weggenommen hat
18.10.07 15:45


Bewegungslos....

Ich war wie Grübel - ich habe in meinem leeren Käselager gesessen und habe gewartet, dass der Käse wieder kommt. Er kam aber nicht, und wie Grübel wurde ich darüber erst ärgerlich, später depressiv. Ich konnte nicht verstehen, warum ich in diese Situation kommen musste. Ich wollte natürlich weiterhin freiberuflich arbeiten, habe mir für viel Geld ein kleines Büro eingerichtet und konnte in der ersten Zeit noch von den Einnahmen leben, die ich noch aus der Partnerschaft erhielt.

Außerdem hatte ich selbst kleinere Aufträge, und so ging das einige Jahre gut - dachte ich jedenfalls. Es war aber keineswegs so, denn wieder habe ich die Veränderungen nicht bemerkt, habe erst spät die Notbremse gezogen und musste meinen Stolz begraben, indem ich das Büro aufgab und in meinem Arbeitszimmer daheim weitermachte. Das Geld wurde knapper, meine Schulden wuchsen, und ich saß immer noch in einem fast leeren Käselager, anstatt mich zu bewegen und Veränderung anzustreben.

Der Käse war immer noch weg!!!
18.10.07 15:46


Die Depression

Dann lernte ich die Bauträger kennen.
Ich dachte, ich hätte ein neues Käselager gefunden und tat alles, damit ich diesmal behalten konnte. Dabei habe ich mich unter Wert verkauft, habe Auftrage angenommen für ein Minihonorar und habe mich gar darauf eingelassen, auf mein Honorar lange warten zu müssen. Irgendwann haben die gar nicht mehr bezahlt, die Firma geschlossen und ich saß da mit einem riesigen Honorarverlust! Das ist mir gleich zweimal passiert

Der Käse war wieder weg - bzw. war gar kein guter Käse da gewesen!

Ich war dann der Meinung, dass es für mich wohl keinen guten Käse gibt.
Ich wurde krank - seelisch am Ende, körperlich 30 Kilo zuviel, blieb ich bewegungslos in meinem leeren Käselager sitzen und tat gar nichts mehr...
18.10.07 15:46


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