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Die kleinen Erfolgserlebnisse

Ende März waren wir zu meiner Schwester in Süddeutschland eingeladen und ich wollte mir dafür eine neue Hose kaufen. Ich war allein unterwegs und schon nach den ersten Anproben total genervt. Nix passte richtig, alles war zu eng, ging nicht über die Hüften, ließ mich schwitzen in der viel zu engen Umkleidekabine. Im letzen Laden kaufte ich wahllos eine Jeans in Größe 48, ohne sie anzuprobieren und beschloss, dass die einfach passen muss. Denn mein oberstes Gebot zu dieser Zeit war – niemals Größe 50!!!!

Nun, der Frust kam daheim, als ich das Teil in Ruhe anprobieren wollte. Die Beine total eng, die Hose ging erst gar nicht bis über meine ausladendenden Hüften und ich war frustriert ohne Ende. Also keine neue Hose – ich fuhr in meinen alten Klamotten zu meiner Schwester und nahm mir vor, das Teil später umzutauschen. Hab’s dann aber irgendwie vergessen und so zog die Hose in meinen Kleiderschrank ein.

Dort versammeln sich Kleidungsstücke in allen Größen – von 40 bis 48 ist alles dabei. Es sind meistens Hosen, denn immer, wenn ich mir eine per Katalog bestellt hatte und sie nicht passte, nahm ich mir vor, mich in sie „reinzuhungern“ - tja, ist mir leider nie gelungen….

Nun, besagte Hose hing also auch gestern noch im Schrank, und weil mir meine Lieblingshose jetzt etwas locker sitzt, wagte ich den Versuch und probierte das Problemstück an. Hey – sie passte!!! Sitzt zwar recht knackig aber nicht unbequem und so freute ich mich riesig. Das gab so einen richtigen Motivationsschub, sodass ich gestern Abend beim Grillen wirklich nur ganz wenig gegessen habe um meine Punkte nicht zu überschreiten und weiterhin auf dem Weg zu bleiben.

Meine Waage gab mir heute morgen recht und so bin ich gut gelaunt in den Tag gestartet. Er verspricht, sehr heiß zu werden und so werde ich mein Laufen auf heute Abend legen, wenn es kühler wird. Aber ich werde auf jeden Fall gehen – mittlerweile fehlt mir was, wenn ich es mal ausfallen lassen muss. Wer hätte das vor ein paar Wochen noch gedacht – Irene, die Schnecke, geht walken???? Und das auch noch gerne und regelmäßig? Ich find’s toll!

LG
IRENE

1.7.06 12:42


Erwartungen, Hoffnungen, Enttäuschung

Nach dem leider verlorenen Halbfinalspiel der deutschen Fußballer ist heute eine ganze Nation enttäuscht, traurig, wütend, desillusioniert! Auch ich, die ich mich nie so sehr für Fußball interessiert habe, bin heute irgendwie frustriert und schlecht gelaunt. Durch die immer besser spielende Mannschaft wurden immer größere Erwartungen geweckt, und am Schluss wollte auch ich Weltmeister werden.

Warum geht mir das so nahe? Schließlich hängt nicht der Weltfrieden davon ab….

Es ist wohl, weil ich dieses Gefühl sehr gut kenne, weil es mich die letzten Jahre immer wieder begleitet hat.

Ich habe Erwartungen gehabt, Erwartungen an das Leben, Erwartungen an mich.
Und ich habe Enttäuschungen erlebt, mehr Enttäuschungen als ich am Ende verkraften konnte…..

Ich glaube, ich muss heute einfach mal traurig sein……

Irene, deren Waage heute auch noch einen draufsetzten musste und 1 Kilo mehr anzeigte
5.7.06 06:26


Kinder

Ich komme gerade von meiner heutigen Walkingtour. Es hat geregnet, ein paar Donner konnte man hören, aber dadurch hat die Schwüle der letzen Tage ein wenig nachgelassen. Es ist das erste Mal in dieser Woche, dass ich alleine laufe und ich brauche eine Weile, ehe meine Gedanken nicht mehr so durcheinander wirbeln…

Heute ist mein Jüngster zu einer Klassenfahrt nach Sylt aufgebrochen. Ganz cool hat er sich von mir am Bus verabschiedet und ich stand mit gemischten Gefühlen dort und habe dem abfahrenden Bus nachgesehen.

Ich hab’ ein wenig Angst – ich möchte natürlich, dass er heil ankommt, dass er Spaß hat, es ihm gut geht und er am Donnerstag nächste Woche glücklich und zufrieden wieder heimkommt. Und ich möchte, dass es auch mir gut geht während dieser Zeit – ich möchte eigentlich diese auch für mich freie Zeit genießen können – genießen, mich Mittags nicht abhetzen zu müssen wegen dem Essen, mich morgens ganz in Ruhe fertig zu machen und mich nur um mich selbst kümmern zu müssen. Einfach mal ein wenig von der Verantwortung, die man beim täglichen Leben mit Kindern hat, abzugeben.

Aber da ist auch ein Gefühl des schlechten Gewissens – darf man als Mutter so denken, darf man froh sein, wenn die Kinder mal alleine verreisen und man sich auf diese kinderfreie Zeit freut? Darf man diese Zeit genießen?

Mein Verstand sagt natürlich ja, aber die Muttergefühle kommen doch immer wieder durch.

Als ich heute Mittag beim Chinesen unser Essen abholte, saß dort eine Frau, die mir sehr bekannt vorkam. Ich war mir erst nicht sicher, aber dann sprach ich sie einfach an. Ehe ich jedoch etwas sagen konnte, erkannte sie mich sofort wieder – es war die Hebamme, die vor fast 14 Jahren Christoph auf die Welt holte und uns auch nach der Geburt noch betreute. Gibt es wirklich solche Zufälle? Ich hab’ mich wahnsinnig gefreut, diese Frau wieder zusehen, denn Christophs Geburt war ein sehr intensives Erlebnis und ich fühlte mich bei dieser Hebamme sehr gut aufgehoben. Sie freute sich auch sehr über das Wiedersehen und ich erinnerte mich sofort an Ellens Lieblingssatz:

Es gibt doch keine Zufälle!!!

Denn dieses Wiedersehen hat natürlich eine Erinnerungsflut ausgelöst:
Christoph, das Kind, das ich unbedingt noch haben wollte, bevor ich 35 bin
Christoph, der Sonnenschein, der unser an sich eingespieltes Familienleben komplett auf den Kopf stellte
Christoph, für den ich den ganzen Schulstress noch mal mitmache
Christoph, für den ich auf mein berufliches Weiterkommen verzichtet habe, um mehr bei meinem Kind sein zu können.

Ich hätte es einfacher haben können – mit einem Kind wäre vieles leichter gewesen. Aber ich bereue nichts – im Gegenteil, ich bin froh, so entschieden zu haben. Und auch wenn er gerade in der Schule so seine Probleme hat, wenn Lehrergespräche an der Tagesordnung sind, wenn es schwer ist, ihn zum Lernen zu motivieren – so ist er doch so ein liebenswerter und toller Junge, der uns für all das auf andere Weise entschädigt.

Ich werde Mitte 50 sein, bis der mal erwachsen ist und auf eigenen Beinen stehen kann, aber das hält mich jung, lässt mich nicht träge werden. Auch aus diesem Grund lohnt es sich, auf dem Weg zu bleiben…..

Liebe Grüße
Irene
7.7.06 21:24


Eine Last die stark macht

Eine Legende erzählt, dass ein missgünstiger Mann in einer Oase in der Wüste eine besonders schöne junge Palme heranwachsen sah. Da er von Neid auf alles Junge, Hoffnungsvolle erfüllt war, wollte er die schöne Palme verderben. Er nahm einen schweren Stein und legte ihn mitten auf die junge Krone.
Der junge Baum schüttelte sich, aber es gelang ihm nicht, den Stein abzuwerfen. Da entschloss er sich, mit der Last zu leben. Er grub seine Wurzeln tiefer in die Erde, so dass die Äste kräftig genug wurden, den schweren Stein zu tragen.
Nach Jahren kam der Mann zurück, um sich an dem verkrüppelten Baum zu erfreuen. Aber er suchte ihn vergebens. Die Palme, inzwischen zur größten und stärksten der ganzen Oase herangewachsen, sagte zu dem Mann: «Ich muss dir danken, deine Last hat mich stark gemacht!»


Diese kleine Geschichte habe ich heute in einem Forum gefunden, das sich auch mit dem Thema Abnehmen beschäftigt. Sie hat mich sehr an meine eigene Last erinnert und ich frage mich, ob diese Weisheit auch auf mich zutrifft.

Macht mich meine momentane Last stark? Was ist überhaupt meine momentane Last? Es ist nämlich gar nicht mein Übergewicht – das ist nur eine Folge davon – nein, es ist meine verfahrene finanzielle Situation. Und es gibt Tage, da komme ich damit prima klar, denke, dass ich es schon irgendwie hinbekomme – und es gibt Tage wir heute, da habe ich keinen Plan, wie ich die unbezahlten Rechnungen bewältigen – wie ich überhaupt aus diesem verdammten Loch jemals wieder rausfinden soll.

Die Frage also, ob mich eine Last stark machen kann, ist damit sehr schwer zu beantworten. Ich neige im Moment dazu, mich von dieser Last niederdrücken zu lassen, ihr nachzugeben – mich geschlagen zu geben. Aber was kommt dann – was ist, wenn ich am Boden liege – wird dann alles nicht noch schlimmer? Also bleibt mir wohl nichts anderes übrig, so wie die Palme alles zu tun, dass mich diese Last nicht in die Knie zwingt, dass ich mit ihr lebe, so mit ihr lebe, dass sie irgendwann genug von mir hat und mich verlässt.

Ich wünsche mir, dass mit jedem Kilo, dass ich verliere, auch ein Stück meiner Last verschwindet, dass ich aus dieser Situation schlank, aber stark hervorgehe.

Es tut mir leid, wenn ich heute einen Rückfall in Sachen positivem Denken habe, aber ich kann leider nicht versprechen, hier immer nur fröhlich und gut gelaunt schreiben zu können. Ich rechne damit, dass mir auf meinem Weg immer wieder solche Stolperfallen begegnen werden und ich übe mich darin, diesen auszuweichen. Aber ich weiß auch, dass es mir nicht immer gelingen wird – auch wenn ich noch so hart daran arbeite…..

Aber ich werde die Palme im Auge behalten…..

LG
IRENE
9.7.06 23:54


Ein etwas chaotischer Tag

Dieser Tag heute verlief bisher überhaupt nicht so, wie ich es mir erwartet hatte und weil ich der Meinung bin, dass wohl in etwa so mein Leben gerade verläuft, nehme ich ihn zum Thema meines heutigen Blogschreibens.

Ich habe heute morgen meinen Großen zum Bahnhof gefahren – auch er ist jetzt bis Donnerstag abend auf Klassenfahrt. Aber wenn ich dachte, dass ich jetzt die große Freiheit spüren würde, so wurde ich heute eines Besseren belehrt.

Ich war relativ früh an der Arbeit und merkte dort aber schnell, dass ich heute irgendwie nichts richtig geschafft bekam. Das Telefon hat unaufhörlich geklingelt – ständig wollten meine Kollegen noch etwas erledigt haben und mein Chef hatte heute permanent Sonderwünsche. Viel später als erwartet kam ich endlich nach Hause – völlig entnervt, weil ich außer einem Apfel, einer Nektarine und zwei Cappuccino nichts im Magen hatte. Zum Frühstücken war ich nämlich überhaupt nicht gekommen.

Zuhause habe ich mir dann eine leichte Gemüsepfanne mit Käse und Toast gemacht und wurde danach total müde. Dabei hatte ich mir so viel vorgenommen für heute, aber nichts ging – ich bin für eine Weile sogar eingeschlafen……. Später hab ich es noch geschafft, wenigstens meine Wäsche aufzuhängen aber das war’s dann auch…..

Als ich in mein Zimmer kam, fiel mir mein total chaotischer Schreibtisch auf, und auf meinem Zettel stand für heute noch ein wichtiger Brief und einige längst überfällige Überweisungen zu erledigen. Aber in diesem Chaos??? Nee, wenn ich da nicht aufräume, wird da nix draus. Also, den Putzlappen schwingen, Computer, Bildschirm, Drucker und Schreibtisch abwischen und die lose Blattsammlung in einer Kiste ablegen. Damit bin ich nun fertig geworden – mein Schreibtisch ist blitzblank und aufgeräumt – wenn da nicht dieses Kästchen wäre, in das die zu sortierenden Blätter, Rechnungen, Zeitungen usw. gewandert sind. Da steht es nun, ruft ständig „sortiere mich doch endlich…“ aber was mache ich – ich lese erst mal Mails und schreibe in meinem Blog….

Ich weiß sehr genau, das es mir viel besser gehen würde, wenn ich dieses Kästchen sortiert, abgelegt, erledigt hätte – mein Schreibtisch wäre frei, nichts würde mich mehr belasten, ich hätte Ordnung und Übersicht. Warum fällt mir das so schwer?

Nun, weil ich sehr gut weiß, was mich in diesem Kästchen erwartet. Neben einigen unerledigten Schreiben, die nur abgeheftet werden müssen, besteht es fast ausschließlich aus Rechnungen und Mahnungen. Die müssten nach Dringlichkeit sortiert und nach und nach abgearbeitet werden. Allein der Gedanke daran stoppt in mir jeden Impuls etwas zu tun.

Vielleicht sollte ich erst mal ne Runde auf den Stepper gehen, so richtig ins Schwitzen kommen und danach einen neuen Versuch starten. Selbst zum walken habe ich heute keine Lust – mein Gott, was ist nur los? Schon wieder so eine Verzögerungstaktik!!!!

Was belastet mich mehr – dieses unsortierte Kästchen weiterhin auf meinem Schreibtisch zu haben oder es zu sortieren und mich mit dem auseinander zu setzten, was ich dort drin finden werde?

Ich weiß es definitiv nicht! Essen sollte ich auch noch was – habe noch 15 Punkte übrig und keinen Schimmer, was ich essen soll. Selbst das fällt mir schwer zu entscheiden. Herrje – was für ein Sch…. Tag!

Irene, die euch morgen verrät, ob’s mit dem Kästchen noch geklappt hat….
11.7.06 19:24


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