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Der Weg ist das Ziel libra

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Zukunft, was ist das?

Tja, da ist es mir wohl doch schwer gefallen, Gedanken in die Zukunft zu schicken.
Wie sonst ist zu erklären, dass ich nun seit einer Woche nichts neues geschrieben habe?

Gestern beim Walken ist mir dann auf dem Heimweg doch ein einzelner Gedanke durch den Kopf gegangen, den ich heute etwas näher betrachten möchte.

Mir kam in den Sinn, dass ich doch ganz schön unorganisiert, um nicht zu sagen chaotisch bin.

Seit wann bin ich so?
War ich das schon immer?
Und wenn nicht, wann bin ich so geworden?

Nein, ich war nicht immer so. Eigentlich bin ich Perfektionistin. Ich möchte gern alles so haben, wie ich es mir vorstelle und finde es schrecklich, wenn ich das nicht umsetzten kann. Früher habe ich alle mir gesteckten Ziele so lange verfolgt, bis ich sie erreicht hatte. Mir war eine gewisse Ordnung sehr wichtig, zumal es bei uns zuhause mit den 4 Kindern in der kleinen Wohnung immer recht chaotisch zuging. Daher war mein erklärtes Ziel, dass ich das alles besser managen werde und einen gut organisierten und aufgeräumten Haushalt führen würde.

Das lief auch super – meine kleine Wohnung ohne Kinder hatte ich immer schnell in Schuss – und auch sonst war ich gut organisiert. Selbst mit einem Kind lief alles noch super – ich glaube, es fing mit dem eigenen Haus an. Zuerst war Chaos, weil wir in eine halbe Baustelle gezogen sind und erst nach und nach alles fertig machen konnten. Das war schon schwer auszuhalten. Tja, und alles soweit fertig war, fiel es mir schwer, nach der Arbeit auch noch das komplette Haus immer Tipp top in Ordnung zu halten. Ich habe zwar versucht, meinen Perfektionsanspruch aufrecht zu erhalten, aber merkte schnell, dass ich das nicht schaffen konnte. Und irgendwann habe ich wohl aufgegeben.

Gerade heute wurde mir bewusst, wie mich der große Haushalt eigentlich nervt.
Hat man die Küche gerade fertig, kommt garantiert ein Dreibein und macht sich über den Kühlschrank her. Ist das Wohnzimmer frisch gesaugt und aufgeräumt, kommt ein anderes Dreibein und lümmelt sich mit Essen und Trinken auf dem Sofa. Egal was man in Ordnung bringt, es gibt immer jemanden, der das Ergebnis schnell wieder zunichte macht. Also resigniert man irgendwann mal und lässt einfach alles liegen.

Ich habe heute mein Arbeitszimmer aufgeräumt, Staub gewischt, durchgesaugt und freue mich, nun an einem sauberen Schreibtisch mein Tagebuch zu schreiben. Das ist das einzige Zimmer, welches ich gerne aufräume, denn für das Chaos hier bin ich selbst verantwortlich und das räume ich auch gerne weg. Hier kann ich es genießen, wenn es sauber und ordentlich ist und hierhin ziehe ich mich daher immer öfter zurück. Manchmal kommt es mir so vor, als ob es mich nervt, mit meinen Dreibeinen zusammen zu wohnen.

Meine Freundin ist vor einigen Wochen in eine 1-Zimmer-Wohnung gezogen und wenn ich sehe, wie gut es ihr damit geht und wie viel Freude es ihr gemacht hat, dieses Zimmer nur ganz für sich alleine einzurichten, dann frage ich mich, ob ich nicht insgeheim auch davon träume, mal ganz für mich alleine zu leben.
Leben ohne Kompromisse eingehen zu müssen, mich einzurichten mit den Möbeln, die nur mir gefallen, zu essen, was und wann ich gerne mag, fern zu sehen, wann und was ich sehen mag, aufzuräumen und sauber zu machen, ohne dass mir jemand in der nächsten Minute wieder alles zunichte macht.

Dabei wollte ich doch Familie!

Nein, nicht das eigentliche Zusammenleben stört mich, sondern das Chaos, das die um mich herum verursachen und die vielen Kompromisse, die ich dafür eingehen muss. Ich habe es in all den Jahren nicht geschafft, dem Einhalt zu gebieten, meinen Dreibeinen Grenzen zu setzen, sie zur Mithilfe zu bewegen, ihnen Aufgaben zu übertragen, die mich entlasten und dazu beitragen, dass wir hier alle gemeinsam zusammenleben können, ohne das eine, ohne dass ich das Gefühl habe, chancenlos mit meinen Wünschen zu sein.

Da ich dazu neige, immer zu viel auf einmal zu wollen und dann eher gar nichts zu erreichen, werde ich heute nur einen einzigen Vorsatz treffen:

Einmal wöchentlich wird der Familienrat tagen um die Woche zu organisieren und Termine und Aufgaben abzusprechen. Ich selbst werde mir für mich einen Wochenplan mit den Aufgaben machen, die ich in der Woche erledigen will. Ich hoffe, damit wieder mehr Organisation und Ordnung in unser familiäres Zusammenleben zu bekommen und für mich wieder mehr Zufriedenheit zu erlangen.

Grüße von Irene
5.9.06 21:22


Rückfällig

Ich habe immer Angst davor gehabt, dass er mal kommen wird – so leise im Hinterkopf war der Gedanke daran immer mal wieder aufgetaucht, und die letzten Tage kam er immer näher.

Heute war er da, der Rückfall.

Nicht in alte Ernährungsmuster, nein, im Gegenteil, ich könnte im Moment eher nichts essen. Nein, rückfällig im Sinne von positivem Denken, positiver Lebenseinstellung, positiver Ausstrahlung.

Ja, es geht mir richtig schlecht, ich fühle mich traurig, verletzt, unfähig, die vor mir liegenden Probleme zu bewältigen – ein Zustand, ähnlich dem der Depression, die ich glaubte, hinter mir gelassen zu haben. Und dabei wollte ich stark werden, mich nicht von solchen Herausforderungen, die das Leben für uns bereit hält, niedermachen lassen, aber heute schaffe ich es nicht, mich dem entgegen zu stellen.

Ich habe lange nicht mehr geweint, aber im Moment kann ich kaum aufhören.

Was ist passiert?

- Meine Krankenkasse hat mir gekündigt, weil ich mit der Beitragszahlung im Rückstand war. Obwohl ich meine Situation erklärte und später auch gezahlt habe konnte ich nichts dagegen machen. Ich bin also im Moment nicht krankenversichert.
- Ein Antrag bei einer anderen Versicherung wurde heute abgelehnt
- Meine Inkassokunden zahlen auch auf Mahnbescheid hin nicht.
- 3.000 EURO ausbleibendem Honorar stehen jetzt schon 1.000 EURO Rechtsanwaltskosten dagegen
- Das Finanzamt mahnt die Umsatzsteuer an
- Ich habe immer noch einige unbezahlte Rechnungen hier rumliegen
- Meine Schwiegermutter ist demenzkrank und soll ins Heim – so will es jedenfalls meine Schwägerin
- An meiner Arbeit läuft es im Moment auch nicht
- Für einen beruflichen Neuanfang habe ich keine Ideen

Irgendwie ist mir das alles zu viel – am liebsten würde ich mich mal wieder in mein Schneckenhaus verkriechen, weglaufen vor dieser Masse an Verantwortung, Problemen, Entscheidungen.

Ich weiß ja, dass ich das alles nicht alleine tragen muss, dass ich Menschen habe, bei denen ich mich ausweinen kann und die mich unterstützen, und dennoch fühle ich mich so – warum nur zieht mich so was immer noch so runter? Im Moment habe ich das Gefühl, überhaupt nichts gelernt zu haben – wieder am Anfang zu sein und die Last macht mich nicht stark, sondern schwach.

Ich werde heute wieder walken – vielleicht setzt die Bewegung neue Kräfte frei und ich schreibe morgen wieder positiver.

IRENE
13.9.06 13:54


Erkenntnis

Die Pausen zwischen meinen Eintragungen werden immer länger. Das tut mir sehr leid aber ich komme im Moment einfach nicht dazu, hier öfter zu schreiben. Dabei gehen mir tausend Gedanken durch den Kopf, aber ich habe diesen Rückfall immer noch nicht ganz wieder aufgeholt.

Und dennoch – heute beim Staubsaugen schoss mir ein Gedanke durch den Kopf, den ich jetzt festigen möchte. Ich habe mich gefragt, was mich an der Architektur eigentlich noch interessiert.

Ich habe realisiert, dass ich von meinem Berufsfeld eigentlich nur ganz wenige Bereiche wirklich mag. In meiner Partnerschaft war ich immer die Planerin. Ich hatte Ideen, hatte Spaß am Umsetzen der Vorstellungen von Bauherren und konnte schöne Zeichnungen fertigen. Das Bauen als solches, die Koordination an der Baustelle, später das Abrechnen und die Mängelbeseitigung, der Ärger, der Stress – das war nicht meine Welt. Und wenn ich es richtig betrachte, so war es das nie!

Daher habe ich heute einen Entschluss gefasst:

Ich werde in meinem erlernten Beruf genau diese ungeliebten Berufsfelder nicht mehr ausführen. Lieber gebe ich ihn komplett auf als dass ich etwas tue, was mir erstens keinen Spaß macht und mich zweitens nur in Stresssituationen bringt. Klar ist das ein Bereich, wo man als Architekt gut Geld verdienen kann und Bauleiter werden auch eher gesucht als Planer. Aber kein Geld der Welt nützt mir etwas, wenn ich dafür etwas tun muss, was mir überhaupt nicht liegt, was mir keinen Spaß macht und wobei ich mich unsicher fühle.

Zum ersten Mal ist mir die Architektur nicht mehr so wichtig. Das liegt wohl daran, dass sie mir in den letzten Jahren kein Glück gebracht hat. Heute kann ich mir vorstellen, auch etwas anderes zu machen, noch mal etwas neues zu erlernen, eben nicht mehr Architektin zu sein. Ich habe lange an diesem Beruf festhalten wollen, aber seit heute kann ich loslassen.

Meine Konsequenz aus dieser Erkenntnis ist, dass ich, sollte mal ein Auftrag kommen, nur noch planerische Arbeiten übernehmen würde, alles nach dem Bauantrag darf jemand anderes tun. Und weil ich grafisch nicht ganz ungeschickt bin, könnte ich mir auch vorstellen, etwas in dieser Richtung zu machen, also z.B. Unterlagen für Immobilienbüros anfertigen oder Visualisierungen für Webseiten herstellen. Ich werde nur noch tun, wovon ich überzeugt bin, dass ich es auch richtig kann.

Was meinen Nebenjob im Büro betrifft, so werde ich diesen nur so lange weiter machen, wie ich ihn zum finanziellen Überleben brauche. Ich habe mich arrangiert, ich weiß, dass ich das tun muss, um nicht völlig pleite zu sein. Aber ich will auch eine Veränderung nicht aus den Augen verlieren. Ich will die Augen offen halten für etwas, was ich vielleicht noch sehen werde, was ich aber jetzt noch gar nicht weiß.

Ich will Bewegung – endlich auch geistig. Ich will Ideen, ich will Veränderung!
Und so, wie ich es schaffe, meine Ernährung und mein Essverhalten zu ändern, so will ich auch mein Arbeitsverhalten ändern, so will ich mein Denken verändern.

Mit lieben Grüßen
Irene
26.9.06 22:18


Stolz und Freude

Heute fühle ich mich stolz auf mich selbst und freue mich, dass ich schon so viel an Gewicht verloren habe. Auch wenn es die letzte Zeit sehr langsam ging und mein Gewicht ständig schwankte, hatte ich heute und schon letzte Woche Erlebnisse, die mir bestätigen, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Schon letzten Samstag traf ich beim Einkaufen einen Bekannten, den ich schon länger nicht gesehen hatte. Er schaute mich an und fragte, was ich denn gemacht hätte, um so gut auszusehen!!! Heh – was war das denn? Meint der das ernst – oder will er nur nett sein? Nein – kein Zweifel, er meinte es ernst und findet, dass ich wirklich gut aussehe – nicht nur weil ich jetzt weniger auf den Hüften habe, sondern auch im Gesicht würde ich jünger und hübscher aussehen.

Ich habe mich aufrichtig gefreut, denn irgendwie kann ich Selbst so eine Veränderung nicht wirklich sehen, aber es lies mich meinen Einkauf gleich beschwingter angehen.

Nun, und heute ist mir das gleiche passiert, diesmal mit einer früheren Nachbarin, die mich seit Mai auch nicht mehr gesehen hat. Und die sagt das gleiche – ich sähe jünger und besser aus als je zuvor und die Veränderung wäre echt gewaltig. Ich hab’ mich so gefreut, denn das war wirklich klasse und ich merke, dass es nicht nur so dahingesagt war, sondern wirklich erstgemeint ist.

Somit weiß ich nun, dass meine Ernährungsumstellung zusammen mit der regelmäßigen Bewegung meinem Körper wirklich gut tut, ihn verändert aussehen lässt und sich nicht nur an Bauch und Hüfte zeigt, sondern auch an meinem Gesicht und meiner Ausstrahlung. Das gab mir heute so einen richtigen Motivationsschub und zum ersten Mal freue ich mich nun auf meinen Geburtstag am Montag.

Ist doch toll, den Abschied von der 4 mit einem jüngeren und freundlicherem Gesicht zu feiern, oder?

Mein Gewicht aktuell: 86,8 kg – ich hab’ noch zwei Tage Zeit, mir die fehlenden 300g zum Geburtstag zu schenken. Mal sehen, ob’s klappt!

Liebe Grüße
Irene
30.9.06 12:53





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