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Das Streben nach Glück

Letzte Woche war ich mit meiner Schwester in der Stadt.
Wir haben ein wenig nach Klamotten geguckt, waren lecker eine Kleinigkeit essen und anschließend im Kino. Wir hatten einen schönen Abend, den ich sehr genossen habe. Vor allem der Film hat mich dazu inspiriert, diese Gedanken zu spinnen....

Das Streben nach Glück – ein Film der in den 80ern spielt und von einem Mann handelt, der hoch verschuldet auf der Straße landet, aber immer die Hoffnung hat auf ein besseres Leben. Für mich ist die Grundaussage des Films:

Egal welchen Traum du hast, es ist wichtig, Hoffnung zu haben, und diese Hoffnung nicht aufzugeben. Nur wer an sein Ziel glaubt, kann es auch erreichen.

Mit diesen Gedanken ging ich aus diesem Film nach Hause, und in den letzten Tagen habe ich mich oft gefragt, nach welchem Glück ich denn strebe! Jeder definiert sich sein eigenes Glück – für die einen ist es viel Geld, leben im Luxus – für andere ist es ein Glück, einfach nur am Leben zu sein, gesund zu sein und geliebt zu werden.

Egal wie – ich glaube, wir alle streben nach Glück, und egal, welche Definition wir dafür finden, es geht uns nur gut, wenn wir glücklich sind, wenn wir gefunden haben, nach dem wir streben...

Mein Glück ist vielfältig:

-Ich bin glücklich, wenn ich von einer Walkingrunde zurück komme und so richtig viel frische Luft abbekommen habe
-Ich bin glücklich, wenn es meine lieben gut geht
-Ich bin glücklich, wenn sie gesund sind
-Ich bin glücklich, wenn es mir gut geht und ich gesund bin – ich mich in meiner Haut wohl fühle
-Ich bin glücklich, wenn ich meine Rechnungen bezahlen kann und nicht jeden Pfennig dreimal umdrehen muss
-Ich bin glücklich, wenn ich Arbeit habe, die mir Spaß macht und für die ich angemessen bezahlt werde.
-Ich bin glücklich, wenn ich liebe Freunde habe

...und es gibt sicher noch viel mehr, was mich glücklich macht.

Aber es gibt einige Umstände in meinem Leben, die mich eben im Moment nicht glücklich machen und mein Streben nach Glück muss also dort ansetzen.

Die Botschaft aus dem Film hat mich motiviert – man kann auch unmöglich erscheinendes schaffen, wenn man nur hartnäckig genug ist und sich nie unterkriegen lässt. Mein Streben wird also weiter gehen – ich werde bewahren, was mich glücklich, und das zu ändern versuchen, was mich im Moment noch unglücklich macht.
1.2.07 18:48


Die Zeit

Die Zeit ist mir davongelaufen,

ließ mich einfach mit meinem großen

Gepäck auf dem Rücken stehen.

Dabei hatte ich noch so viele Pläne.

Lange schon hinkte ich

der Zeit hinterher,

nun ist sie weg.

Sicherlich muss ich erst meinen

Ballast ablegen, um mir eine Chance zu geben, die Zeit wieder einzuholen

von Annegret Kronenberg

 

Ich glaube, das ist jedem schon mal so ergangen – man glaubt, die Zeit fliegt nur so. Dabei geht das eigentlich gar nicht, denn die Zeit ist immer gleich.

Ein Tag hat immer 24 Stunden

Eine Stunde hat 60 Minuten

Eine Minute hat 60 Sekunden

Was lässt uns also glauben, dass die Zeit viel schneller verfliegt als früher?

Wie kommt es zu einem solchen Missempfinden?

Eine richtige Antwort darauf habe ich auch nicht. Vielleicht liegt es daran, dass man, je älter man wird, die Zeit ganz anders empfindet. Oder es liegt daran, wie ausgefüllt die Tage sind oder was man gerade tut.

Jeder kennt es, dass die Zeit nicht rumgehen will, wenn man auf etwas wartet oder etwas quälend langweiliges tun muss, sie aber total schnell verfliegt, wenn man etwas mit Begeisterung tut oder einen Termin einhalten muss und man keine Zeit hat, es rechtzeitig zu schaffen.

Mir geht es im Moment ähnlich wie in dem Gedicht.

Die Zeit rennt mir davon.

Der Januar ist vorbei und ich habe den ersten Monat des Jahres einfach so verstreichen lassen, ohne dass ich etwas wesentliches verändert, geschafft hätte. Das hat mich einen Moment in Panik versetzt, denn ich war so euphorisch in das neue Jahr gestartet und dachte, ich würde Bäume ausreißen.

Stattdessen hat sich weder mein Gewicht noch sonst etwas anderes verändert.

Dieses Gefühl, nichts geschafft zu haben, macht mich wahnsinnig. Ich glaube, ich muss mir klar definierte Ziele für den Februar stecken, sonst sitze ich am Ende wieder da und jammere über die verloren gegangene Zeit.

 

 

7.2.07 06:38


Aus meinem Meditationsbuch:

 Ein zum Tode verurteilter Mann wurde unter der Bedingung begnadigt, dass er dem König versprach, seiner Majestät Pferd innerhalb eines Jahres das Fliegen beizubringen.... „in diesem Jahr“ , so die Erklärung des Mannes, „stirbt vielleicht der König, oder ich sterbe oder das Pferd. Und außerdem, wer weiß? Vielleicht lernt das Pferd tatsächlich fliegen.“

Leonard Lyons

Alles was wir tun, ist von unserem Denken, unserem Glauben an uns selbst bestimmt. Gehe ich an eine Sache schon mit dem Gedanken heran, es eh nicht zu schaffen, werde ich wohl kaum Erfolg haben. Sage ich mir aber „ich werde es versuchen“, fördere ich damit meine positive Grundeinstellung und vertraue darauf, dass es mir gelingen wird.

Wer wie ich über längere Zeit mit Misserfolgen gelebt hat, dem fällt es manchmal schwer, wieder an sich zu glauben, und aufgeben scheint dann die leichtere Alternative zu sein. Ich habe jedoch im letzten Jahr die Erfahrung gemacht, dass es auch anders geht. Hätte mir vor einem Jahr jemand gesagt, dass ich es schaffe, knapp 20 Kilo abzunehmen, den hätte ich für einen Traumtänzer gehalten. Hätte mir dieser jemand gesagt, dass ich mit 20 Kilo weniger nicht nur besser aussehen, sondern auch ein völlig neues Lebensgefühl entwickeln werde, hätte ich aus das nicht geglaubt.

Heute hier zu sitzen und so schreiben zu können erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit. Ich habe tatsächlich ein großes Stück Lebensqualität zurück gewonnen und ich bin dankbar für den Anstoß, den ich im Mai letzten Jahres bekommen habe, eben diesen Weg einzuschlagen. Und ich bin mir selbst dankbar, dass ich bis hierhin durchgehalten habe – auch wenn ich mein Ziel noch nicht ganz erreicht habe. Ich muss mich nicht mehr hetzen, ich kann es jetzt auch einfach langsamer angehen lassen.

Denn mein Augenmerk in diesem Jahr wird meine berufliche Weiterentwicklung sein. Habe ich im letzten Jahr an meiner körperlichen und auch seelischen Veränderung gearbeitet, so ist jetzt der Bereich dran, der schon zu lange ungenutzt in mir schlummert und darauf wartet, aufgeweckt zu werden.

Ich will meine Kreativität wieder finden, ich will meine Stärken wieder spüren, ich will mein Geld nicht als schlecht bezahlte Bürokraft oder Putzfrau verdienen. Und ich weiß, dass ich jetzt, wo ich 20 Kilo Ballast abgeworfen habe, von dem mind. die Hälfte auch seelischer Ballast war, kann ich es schaffen, neue Ideen und Möglichkeiten zu sondieren, kann mich umsehen und sortieren, was an Gedanken in meinem Kopf ist.

So langsam kommt Klarheit in dieses Gedanken- und Ideenchaos und ich gehe die Sache konkreter an. Mein Ziel bis Ende Februar ist es, diese Gedanken noch klarer zu formulieren und konkrete Schritte für die Veränderung zu unternehmen.

Ein erster Schritt wird sein, dass ich das Putzen in meinem Nebenjob aufgebe. Ich habe gemerkt, dass es mir immer schwerer fällt, diese Arbeit zu machen. Ich finde an sich nichts schlimmes dabei, putzen zu gehen und sich so sein Geld zu verdienen, doch ich brauche diese Zeit einfach für meine neuen Ideen. Ich will nicht abhängig sein von diesen paar Euros und mein Potential einfach sinnvoller nutzen.

Allerdings weiß ich auch, dass ich mich selbst dafür sehr stark selbst motivieren muss, denn es hat nur Sinn, wenn ich diese 3 Stunden auch tatsächlich dafür nutze. Es nutzt mir gar nichts, wenn ich stattdessen hier zuhause putze oder meine Zeit im Internet verplempere. Nein, ich werde diese drei Stunden ganz bewusst dazu nutzen, meinen Aufgabenplan abzuarbeiten und zu ersten Ergebnissen kommen.

Irene

15.2.07 18:59


Lange nicht geweint

Warum dann heute???
Die letzten Tage waren bereits etwas chaotisch. Ich hatte kaum Zeit für mich, war total eingespannt und oft am Nachmittag noch mal geschäftlich oder privat unterwegs. Vielleicht war das der Grund, warum es heute dann zuviel war....

Der Tag fing schon nervig an. Ich wollte vor der Arbeit noch schnell eine CD brennen, was natürlich nicht auf Anhieb klappte. Viel zu spät bin ich daher losgekommen um festzustellen, dass der Tank leer ist. Also erst noch zur Tankstelle und noch mehr Zeit verloren. Entsprechend spät kam ich im Büro an.

Mein Plan war, heute endlich mal eine Stunde früher Schluss zu machen, da ich in dieser Woche oft mehr gearbeitet hatte als von meinem Chef vorgegeben. Danach wollte ich gleich meinen Putzjob erledigen und hätte dann noch walken gehen können.

Meine Pläne wurden leider nix. Ich wurde wie fast immer nicht früher fertig, weil mein Chef mich wieder den ganzen Tag aufgehalten hat. Und anstatt sich, wie sonst immer, am Nachmittag zu verkrümeln, blieb er während der ganzen Putzaktion auch noch im Büro, lief mir vor den Füßen rum und hat mich eigentlich nur aufgehalten. Heute habe ich diesen miesen Job regelrecht gehasst und meine Laune wurde mit jeder Minute schlechter. Als ich nach drei Stunden endlich abhauen konnte, wäre ich fast geplatzt!

Nachhause fahren wollte ich so auf gar keinen Fall. Außerdem hätten mich meine Dreibeine, die alle schon seit Mittag daheim waren, womöglich davon abgehalten, noch mal raus zu gehen. Also habe ich etwas gemacht, was ich wirklich sehr selten tue – ich bin nicht heimgefahren, sondern habe mein Auto an unserem nahgelegenen See abgestellt und bin gelaufen. Die Sonne schien, das Wetter war fast frühlingshaft und ich – ich habe seit langem mal wieder geweint!

Viele Gedanken gingen mir durch den Kopf. Ich konnte mir nicht erklären, warum ich plötzlich weinen musste. Das Wetter war genial, ich hatte frische Luft, ich konnte mich bewegen.
Aber ich weinte. Warum???

Zuerst habe ich gedacht, das sind die Wechseljahre. Man hört ja von so einigen Symptomen und Stimmungsschwankungen gehören wohl auch dazu. Aber ich war ziemlich sicher, dass es das nicht war. Ich glaube, ich habe über mich selbst geweint, darüber, dass ich in diesem beschissenen Job feststecke. Darüber, dass ich sogar putzen gehen muss, um ein paar Euros dazuzuverdienen.

Darüber, dass ich mich immer wieder enttäuschen lasse von Auftraggebern, die zwar versprechen, zu bezahlen, es dann aber dennoch nicht tun. Darüber, dass ich z.Zt wieder so wenig Geld habe, dass mir die Mahnungen ins Haus flattern. Darüber, dass mein so positives Horoskop sich eher ins Gegenteil kehrt. Ja ich weine um mich selbst, um meine Schwäche, um meine verletzte Seele, die wohl viel verletzter ist als ich angenommen habe.

Ich kann nur hoffen, dass dieser Zustand nur von kurzer Dauer ist. Ich will morgen früh aufwachen und mich wieder glücklich und stark fühlen. Ich weiß aus bitterer Erfahrung, dass mich dieses Weinen bisher nie weitergebracht hat, dass es mir viel besser geht, wenn ich stark, mutig, selbstbewusst bin. Aber hier ist mit Vernunft nichts zu machen! Das Gefühl hat mich überrollt, eiskalt erwischt. Ich hoffe, die Nacht bringt mir meine Lebensfreude zurück.
16.2.07 19:19


Ins Gesicht geschrieben

...stand mir der gestrige Tag auch heute morgen noch. Als ich in den Spiegel schaue, blickt mich eine müde Irene an. 8 Stunden Schlaf haben nicht ausgereicht, den verheulten Nachmittag auszubügeln. Meine Augen sind faltig, meine Haut fleckig – kurz ich sehe scheußlich aus. Ich lege also doppelt Makeup auf um das ganze etwas zu kaschieren und gehe erst mal einkaufen.

Nach einem langen, gemütlichen Frühstück geht’s mir schon besser und ich nehme mir vor, mir noch eine Gesichtsmaske zu kaufen... Also geht’s nach dem Frühstück noch mal los, weil ich auch noch etwas Obst, Gemüse und das übliche brauche. Ich treffe zwei Bekannte und verquatsche mich mal wieder, und ehe ich mich versehe, ist es Zeit, das geniale Wetter zu nutzen und eine Runde walken zu gehen.

Ich gehe heute mit der Gruppe, die sich nach der Winterpause das erste mal trifft. Die Leiterin hat sich eine Überraschung ausgedacht – wir fahren in einen nahegelegenen Park und laufen dort – herrlich im Sonnenschein und kehren anschließend in einem kleinen Café ein. Entgegen aller Pointsvorgaben bestelle ich ein Waffel komplett – was heißt, mit Kirschen, Eis und Sahne. Irgendwie hatte ich gerade darauf Lust und wollte es mir einfach nicht verbieten. Ich genieße das Essen ganz ohne Reue und fühle mich nach dem Laufen richtig gut. Als ich heimkomme, lasse ich die Hausarbeit liegen und arbeite ein wenig in meinem Architektenprogramm. Ich lasse den Samstag ganz entspannt ausklingen – kein Hausputz, keine Wäsche, kein Aufräumen. Ich genieße, dass es mir besser geht obwohl sich an der Grundsituation ja gar nichts geändert hat. Ich vertraue darauf, dass ich auch dieses Problem lösen werde.

Nach den beiden Kommentaren, die ich zu meinem gestrigen Eintrag bekommen habe, kann ich mein Weinen jetzt akzeptieren. Es gehört wohl dazu, auch mal zu weinen, traurig und ein wenig schwach zu sein. Ich glaube, entscheidend ist, dass es kein Dauerzustand werden darf – nur dann wäre es schlimm.

Ich freue mich auf morgen. Ich habe mir vorgenommen, einige Zeit dem Hausputz und der Wäsche zu widmen, mich dann aber in meine Laufklamotten zu werfen und meine Walkingrunde zu drehen. Und wieder mit Musik auf den Ohren – das habe ich schon länger nicht mehr gemacht, weil ich entweder nicht alleine gelaufen oder nur spazieren gegangen bin. IL DIVO fehlt mir!

Irene
17.2.07 20:54


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