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Maskerade

Manchmal frage ich mich,

ob die Menschen,

die sich ein Leben lang

hinter einer Maske verbergen,

in der Narrenzeit ihr wahres Gesicht

zeigen, oder ob sie nur die Maske wechseln?

von Annegret Kronenberg



In meinem Umfeld gibt es einige Menschen, die laufen permanent mit einer Maske durch die Gegend.
Sie spielen ihrem Umfeld und sich selbst eine Rolle vor, sind aber in Wirklichkeit ganz anders als sie ihre Mitmenschen glauben lassen wollen.

Ich brauche meistens eine Weile, um das zu erkennen. Ich lasse mich leider allzu oft täuschen und gehe immer erst mal davon aus, dass jeder Mensch genauso authentisch ist wie ich selbst.

Aber Menschen mit Maske können diese nicht immer tragen. Ab und zu lüftet sich die Maske ein wenig, und wenn man genau hinsieht, entdeckt man darunter den eigentlichen Charakter.

Mir geht es so, dass ich mich, wenn ich dies einmal erkannt habe, verraten fühle, hinters Licht geführt. Dabei kann es mir doch eigentlich egal sein – vielleicht können diese Menschen nicht anders – vielleicht brauchen sie die Maske als Schutz.

Es liegt wohl eher an mir selbst, ich kann mit Menschen einfach nichts anfangen, die sich verstellen müssen, die , einmal erkannt, für mich unecht rüber kommen. Solchen Menschen gehe ich dann aus dem Weg – ich kann damit einfach nichts anfangen.

Ich selbst bin immer ich selbst. Selbst wenn ich wollte – ich schaffe es nicht, mich zu verstellen. Menschen, die mich gut kennen, merken sofort, wenn irgend etwas nicht stimmt – in mir kann man lesen wie in einem offenen Buch. Selbst Menschen, die mich nur flüchtig kennen, finden vor allem meine Schwächen relativ schnell heraus. Das macht mich angreifbar, verletzlich, und dennoch will ich das nicht ändern. Das würde mich unecht werden lassen.
Ich gebe zu, dass ich es auch versucht habe - eben weil ich nicht angreifbar sein wollte, aber es hat sich falsch angefühlt und nicht zu mir gepasst.

Zum Glück habe ich ganz besondere Menschen um mich, die auch keine Maske brauchen – die sie selbst sind und mit ihren Stärken und Schwächen leben können und die Offenheit ihrer Freude nicht ausnutzen. Darüber bin ich froh, und nur mit solchen Menschen umgebe ich mich. Und die Maskierten lasse ich links liegen....
6.3.07 21:14


Tage wie dieser

Ich wache heute morgen mit einem unguten Gefühl aus. Wie ein Geistesblitz durchdringt mich der Gedanke, ich könnte einen wichtigen Termin zur Abgabe eines Förderantrages für meinen Verein vergessen haben. Wenn es der 28. Februar war, habe ich jetzt ein Problem.

Entsprechend mürrisch stehe ich auf und durchforste meinen Schreibtisch. Warum hab’ ich das bloß nicht alles so schön ordentlich – egal wie oft ich aufräume, immer hab’ ich kurze Zeit später wieder Chaos... O.K. – ich finde was ich suche und danke dem lieben Gott – im letzten Jahr habe ich den Antrag am 14. März gestellt – puhh – Glück gehabt, daher ist wohl der 31. März Einsendeschluss.

Mir fällt ein riesen Stein vom Herzen und ich schicke ein Dankesgebet gen Himmel....

Natürlich habe ich mit der Suche nach dem Dokument wertvolle Zeit vergeudet – und schon rast die Zeit – ich muss duschen und frühstücken, Dreibein Nr. 3 wecken und den Kaninchen Futter reinstellen...

Während ich die Treppe hochgehe, fällt mir auf, dass die dringend mal den Staubsauger sehen müsste und ich bin gleich wieder ein Spur mehr genervt. Danach renne ich runter in den Keller, weil ich ein Handtuch zum Duschen direkt von der Leine abnehme. Dabei fällt mir auf, dass ja noch die Wäsche in der Maschine ist – nerv – also schnell noch aufhängen – und die Bügelwäsche lacht mich auch noch hämisch an. Ich lösche das Licht und mache die Tür zu. Dafür habe ich nun wirklich keine Zeit....

In der Küche schaffe ich noch, die Spülmaschine einzuräumen und anzustellen – dann ab unter die Dusche – nix entspannen im warmen Wasserstrahl – nee, schnell rein und wieder raus...

Ich komme trotzdem nicht ganz pünktlich aus dem Haus – gönne mir aber dennoch den Luxus, mir beim Bäcker ein leckeres Frischkäsebrötchen zu holen – aber auch nur, weil ich in der Hektik mein Frühstück vergessen habe...

Mein Arbeitstag verläuft wie immer – nervige Telefonate, allgemeiner Bürokram aber zum Glück ein Chef, der ganz angenehm drauf ist – wohl auch, weil ich ihm auch eins von den sündhaft teuren Brötchen mitgebracht habe. Zusammen schlürfen wir unseren Cappu und haben heute keinen Stress miteinander.

Ich komme wie immer nicht pünktlich aus dem Büro und treffe zuhause grade mal 5 Minuten vor meinem kleinen Dreibein ein. Wir machen uns ne Kleinigkeit zu essen und vertrödeln 1 Stunde Zeit vor einer dieser Mittagssendungen bei den Privaten. Ich nehme mir so oft vor, damit nicht meine kostbare Zeit zu verschwenden, aber ich schaffe es nicht. Ich bilde mir ein, ich brauche das zum Abschalten – irgendwas triviales wobei ich nicht denken muss....

Dreibein Nr. 1 hat mir ein paar Bankgeschäfte aufgetragen – und zur Post muss ich auch, ein Paket abholen. Also kann ich nicht laufen, sondern muss das Auto nehmen – was mich schon wieder nervt... Auf dem Rückweg sehe ich einen wunderschönen Regenbogen und entscheide mich ganz spontan, das Auto an unserem See abzustellen und ein paar Schritte zu laufen. Glücklicherweise bleibt es trocken und ich sehe den Regenbogen noch aus anderen Perspektiven. Ich freue mich darüber und bedaure, dass ich die Kamera nicht dabei habe. Der Himmel sieht jedes Mal anders aus, wenn ich hinaufblicke – die Wolkenbilder sind einfach genial. Ich freue mich, dass ich durch meine Spontaneität solche schöne Eindrücke gewinne. Als ich heimkomme, bin ich ein wenig versöhnt mit mir.

Den restlichen Nachmittag verbringe ich vorm PC – quatsche ein wenig mit Chrissy über Skype, treffe eine Verabredung mit Ellen für morgen und trinke nebenbei eine Kanne Tee. Währenddessen hat sich weder die Treppe von alleine gesaugt noch ist die Bügelwäsche wie von Zauberhand geplättet im Schrank gelandet – aber ich drücke beiden Augen zu und denke mir –

morgen ist auch noch ein Tag...
7.3.07 19:26


Wünsche

Schon als Kind habe ich gerne in alten Schachteln und Schubladen gekramt, habe mir gerne alte Fotos angesehen und alte Briefe gelesen. Das liebe ich heute noch, und als ich heute in meinem PC versucht habe, einige Dateien zu ordnen, fühlte ich mich in diese Zeit versetzt, denn auch mein PC ist teilweise wie eine dieser Schachteln oder Schubladen. Ich habe mir immer vorgenommen, meine Ablage ordentlicher zu erledigen, aber ich richte doch immer wieder auch solche Kästchen ein, wo alles landet, was sich nicht konkret zuordnen lässt.

So einen Ordner habe ich heute also auch entdeckt, und fand darin eine Liste, die mir sehr zu denken gegeben hat. Es war meine Wunschliste vom 31.12.2004. Ich hatte mir eine Liste mit meinen Wünschen für das neue Jahr gemacht – und zwar für jeden Monat einen, also insgesamt 12.
Ich war mächtig stolz darauf und glaubte, es müsste doch zu schaffen sein, diese 12 Wünsche in die Tat umsetzen zu können, schließlich hatte ich ja immer einen ganzen Monat Zeit dafür.

Nach 3 Monaten hatte ich dieser Liste Ergänzungen hinzugefügt, ein erstes Zwischenergebnis resümiert, aber bis dahin hatte ich keinen der Punkte wirklich erfüllen können. Man merkt an meinen Eintragungen, dass ich schon wieder enttäuscht von mir war, eben weil ich es nicht schaffte, die Punkte der Reihe nach abzuarbeiten.

Wenn ich heute nachdenke, sind von diesen 12 Punkten immer noch einige übrig, die ich bis heute nicht erledigt habe. Und doch geht es mir heute besser als vor 2 Jahren. Ich sage nicht, dass ich diese Punkte nicht auch heute noch gerne in Angriff nehmen möchte, aber ich habe einfach die Prioritäten verschoben und sie in die richtige Reihenfolge gebracht. Und ich habe endlich kapiert, dass ich nicht alles auf einmal ändern kann.

Meine wichtigste Veränderung war eindeutig meine Abnahme, die gesunde Ernährung und die damit verbundene Bewegung. Das waren immerhin 3 Punkte auf meiner Liste, die ich jetzt abhaken kann. Und dabei habe ich mich selbst übertroffen. Statt 10 Kilo habe ich 20 abgenommen, und statt 15 Minuten bewege ich mich nun häufig mind. 1 – 1,5 Stunden. Ich habe mich heute richtig gefreut, als mir diese Liste in die Hände fiel und ich sehen konnte, was davon ich schon geschafft habe. Nicht alles und auch nicht in 12 Monaten, aber was spielt das schon für eine Rolle?

Das Leben ist Veränderung, jeden Tag passiert etwas neues und wir tun gut daran, nicht festgefahren in alten Mustern zu sitzen, sondern neue Möglichkeiten auszuschöpfen, auch mal Dinge auszuprobieren, von denen wir nicht wissen, ob sie was bringen oder nicht. Ich möchte das Leben so annehmen, wie es kommt, möchte mich nicht zu sehr festlegen, jedenfalls dort wo das möglich ist. Ich möchte wach bleiben, empfänglich für neue Ideen, neue Möglichkeiten für mich entdecken.
20 Kilo weniger haben wohl keinen neuen Menschen aus mir gemacht, aber mich Ballast loswerden, mich eine gewisse Leichtigkeit spüren lassen. Diese Leichtigkeit will ich mir erhalten.
14.3.07 18:12


Neue Wege

Heute bin ich meine Walkingstrecke mal anders gegangen und habe auch noch eine neue Teilstrecke ausprobiert. Die Strecke ließ sich nicht gut laufen, war holprig und schlecht ausgebaut und hatte tiefe Furchen von den Landmaschinen, die dort wohl fahren. Trotzdem bin ich diesen Weg gern gegangen, denn ich war alleine, kein Auto ließ mich an die Seite springen, ich hatte Ruhe, einen wunderbaren Blick und die ganze Strecke strahlenden Sonnenschein.

Etwas neues auszuprobieren muss nicht immer glatt gehen, es kann holprig sein, beschwerlich, und doch kann es Sinn machen, mal was anderes zu machen. Neue Wege schaffen auch neue Sicht- und Denkweisen. Neue Wege ermöglichen es dir, von eingefahrenen Strukturen weg zu kommen.

Ich möchte noch viele neue Wege finden!


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14.3.07 18:49





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