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Der Weg ist das Ziel libra

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Jahrestag

Heute vor genau einem Jahr habe ich mich nach längerem Zögern endlich auf meine Waage getraut und den ultimativen Schock erlebt! Ich brachte tatsächlich 101,5 kg auf die Waage und war mehr als erschüttert.

Wie hatte ich mich so gehen lassen können – wieso habe ich das mir und meinem Körper zugemutet?
Aber dieser Schock war auch heilsam, denn er war der Beginn einer langsamen, aber stetigen Veränderung.

Wenn ich heute an diesen 04. Mai 2006 zurück denke, dann immer mit zwei Gefühlen in meiner Brust.
Das erste ist dieses Schockerlebnis am morgen – ich brauchte lange, ehe ich überhaupt irgendjemandem mein Gewicht verraten konnte. Das zweite Gefühl aber ist ein viel besseres.
Ich fühle ein Form von Stolz, von Bewunderung für mich selbst, Hochachtung für diese Leistung, die ich in diesem Jahr vollbracht habe. Denn ich habe mich von 20 Kilo Unzufriedenheit, Depression, Unbeweglichkeit und auch Traurigkeit verabschiedet.

Mit dem Verlust der Kilos habe ich auch andere Dinge ziehen lassen – Eigenschaften, Angewohnheiten, Essverhalten, die mir nur geschadet haben. Dinge, die ich nicht mehr brauchen kann, denn mit mir ist nicht nur körperlich, sondern auch seelisch eine Veränderung vorgegangen.

Ich lese gerne in meinem Blog, auch um mir wieder vor Augen zu halten, welche Umwandlung ich selbst erfahren habe. Ich sage nicht, dass ich schon am Ziel bin, denn das bin ich noch nicht – aber ich bin zufrieden mit dem, was ich bisher erreicht habe und motiviert, weiter daran zu arbeiten.

Es gibt Tage, da kann ich meinen Erfolg richtig genießen. Ich höre, dass auch Außenstehende meine Veränderung wahrnehmen. Ich sehe schlanker aus, aber ich strahle wohl nicht nur eine körperliche Verwandlung aus, sondern auch eine mentale. Und auch wenn ich noch nicht ganz zufrieden bin und ab und zu rückfällig werde, fühle ich mich heute besser als in den ganzen letzten Jahren. Dabei ist weder meine finanzielle noch meine berufliche Situation geklärt, und doch kann ich die Situation, wie sie jetzt eben ist, annehmen, kann akzeptieren, dass ich wohl geduldiger und überlegter handeln muss, wenn ich daran etwas ändern will.

Manchmal überkommt mich eine Form von Panik – ich schaue auf den Kalender, stelle fest, dass schon wieder vier Monate vom Jahr vorbei sind und frage mich dann, was ich denn in diesen 4 Monaten groß geschafft habe. Auf den ersten Blick nicht viel, denn wie gesagt – finanziell sieht es bescheiden aus, und aus meiner schlecht bezahlten Bürostelle bin ich auch noch nicht ausgebrochen.

Und dennoch – so ganz tatenlos war ich doch nicht, auch wenn im Ergebnis nichts sichtbar ist.
Dazu werde ich morgen etwas mehr schreiben.

Für heute beglückwünsche ich mich selbst zu einem Jahr voller Veränderung und Bewegung.
Ein Wunsch zu Beginn dieser Aktion war, mich aus meiner Bewegungslosigkeit zu befreien.

Diesen Wunsch habe ich mir erfüllt!
Und mit dieser Bewegung wird auch alles andere beweglich – daran arbeite ich, daran glaube ich!
4.5.07 21:05


Schreibfaul

Gerade heute morgen schoss mir ein flüchtiger Gedanke durch den Kopf:

Ich schreibe wieder mal zu wenig Blog.
Und just einige Minuten später bekomme ich eine Mail und Ellen fragt, ob ich nicht mehr weiter schreiben will!

Das nenne ich Gedankenübertragung!

Ich habe im Moment das Gefühl, dass mein Kopf zu voll ist. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll und es gäbe eine Menge zu schreiben. Aber weil es so viel ist, weiß ich nicht, wie ich es am besten sortiere und in geschriebene Wörter fasse.

Ich komme mir vor wie ein Schriftsteller in der Schaffenskrise und hoffe, dass ich bald wieder einen Anfang finde, denn das Blog schreiben ist mir einfach zu wichtig, um es so zu vernachlässigen.

Bei anderen finde ich es immer schade, wenn Blogs einfach aufhören und nicht mehr weiter geführt werden. Das will ich hier vermeiden. Ich werde daher jetzt mal versuchen, meinen wirren Kopf ein wenig zu sortieren und hier dann etwas geordneter von meinen Erlebnissen und Gefühlen zu schreiben.

Ich sage jetzt bis bald
IRENE
24.5.07 15:09


Neues Layout

Heute war ich ein wenig kreativ und habe mir ein neues Layout gebastelt.
Auch im Hinblick darauf, dass ich hier wieder häufiger schreiben will, dachte ich, ein neues Kleidchen könnte nichts schaden. Farblich ähnelt es dem vorigen sehr, aber ich mag diese Farben im Moment sehr gerne – also warum nicht?

Ich hoffe, diese neue Layout lässt mich wieder kreativer werden – sowohl im Schreiben als auch in allem anderen, was ich tun möchte. So wie mein Gewicht seit vielen Wochen still steht, so habe ich auch das Gefühl, dass meine Ideen ruhen, und auch meine geistige Bewegung scheint ein wenig eingeschlafen zu sein.

Das macht mir Angst – ich will auf keinen Fall wieder in alte Muster zurück fallen.

Besser, ich tue gleich etwas dagegen. Am besten helfen mir in solchen Fällen geordnete Listen, die ich nach und nach abarbeiten kann.

Also, so eine Liste muss her, und zwar möglichst sofort.

Morgen geht es hier weiter!
25.5.07 21:58


Das Alter

Noch immer versuche ich meine wirren Gedanken zu ordnen, doch mit jedem Tag bekomme ich mehr Klarheit.

Meine Gedanken gehen im Moment um drei Hauptthemen

Meine ureigenen Ängste, meine beruflichen Möglichkeiten und um das Alter und was es für mich bedeutet. Mit diesem Thema fange ich heute an.

Ich habe mich eigentlich nie großartig mit dem Älter werden beschäftigt. Ich dachte immer, ich hätte noch so viel Zeit und wollte mir meine jungen Jahre mit der Angst vorm älter werden nicht belasten.
Menschen, die 50 und älter waren, habe ich als alt empfunden und konnte mir schwer vorstellen, wie ein Leben in diesem Alter wohl verlaufen würde.

Jetzt bin ich selbst in diesem Alter und nun sind es die 80-jährigen, die für mich alt sind.
Ich habe keinerlei Vorstellung, wie mein Leben als so alte Frau wohl sein könnte, und ich habe regelrecht Angst davor, mal so alt zu werden.

Wenn wir meine Schwiegermutter im Krankenhaus besuchen, werden wir jedes Mal mit dem Alter, mit Krankheit, mit verlorenem Lebensmut konfrontiert. Vielleicht habe ich gerade deshalb diese Gedanken. Wenn ich mir diese alten Menschen ansehe, die krank sind, teilweise verwirrt, teilweise ans Bett gefesselt, und alle mehr oder weniger auf fremde Hilfe angewiesen, dann frage ich mich, was ist noch dran an so einem Leben?

Liegt es an unserer Gesellschaft, dass uns die Alten lästig, dass sie in Heime abgeschoben werden, weil wir zu beschäftigt sind, um uns um sie zu kümmern? Das Leben der Großfamilien ist vorbei – alte Menschen vereinsamen und werden deshalb viel eher körperlich und geistig krank. Und dann merken sie selbst, dass sie eigentlich zu nichts mehr zu gebrauchen sind und nur noch auf den Abruf warten.

Eine traurige Entwicklung, aber ich befürchte, dass sie nicht zu stoppen ist.

Was das mit mir zu tun hat? Ich werde doch gerade erst 50!
Aber diese Zahl ängstigt mich trotzdem. Und obwohl ich im Moment gesundheitlich super Werte aufweisen kann, obwohl ich durch meine 20 Kilo Gewichtsverlust besser aussehe und fitter bin als die ganzen letzten Jahre, kann ich nicht leugnen, dass ich 2/3 meines Lebens gelebt habe. Diese Jahre sind weg, und das letzte Drittel wird mir plötzlich so wertvoll wie noch nie.

Ich werde plötzlich anspruchsvoll – ich bewerte dieses letzte Drittel plötzlich ganz anders.
Ich weiß nicht, ob das jedem so geht, aber ich erkenne jetzt erst richtig den Wert, den dieses Leben für mich hat.

Das erste Drittel hat man so dahin gelebt. Man war jung, es war nicht wichtig, ob etwas lange oder kurz dauerte – man hatte alle Zeit der Welt. Alt war alles, was über 30 war, und man selbst hatte einfach genug mit sich und seinem eigenen Weltbild zu tun. Ein wenig schwerelos, ein wenig planlos, ein wenig ruhelos – das war diese Zeit.

Das zweite Drittel ging einfach so vorbei. Die Jahre gingen dahin, man hat Pläne verwirklicht, gearbeitet, größere und kleinere Katastrophen überlebt und dabei gar nicht richtig gemerkt, wie man immer mehr zu dem wurde, was man als junger Mensch als alt bezeichnet hat. Und irgendwann am Ende dieses zweiten Drittels schaut man in den Spiegel und sieht plötzlich all die Falten, die dieses Leben hinterlassen hat. Sieht die grauen Haare, die auch immer dünner werden, sieht die Haut, die nicht mehr so glatt ist, sieht einfach, dass das Leben Spuren hinterlassen hat – auf dem Körper, aber auch auf der Seele. Und man bekommt plötzlich Probleme mit dem Leben, fragt sich, ob das nun alles war, deckt lange verschüttete Ängste auf, und nicht wenige fallen auch in ein tiefes Depri-Loch.

Das sind die Ansprüche, die das Leben an uns stellt. Nur die, die jung sterben, bekommen von all dem nichts mit. Aber die verpassen eben nicht nur die Ängste und Nöte des Altwerdens, sondern auch Spannung, Lebensfreude, Glücklichsein.

Das Leben ist von Anfang an so angelegt – keiner lebt ewig, keiner bleibt ewig jung.
Und doch wünscht man es sich manchmal, vielleicht auch deshalb, weil man sich geistig einfach nicht alt fühlt. So geht es mir jedenfalls – ich fühle mich geistig so gut, dass ich keine Angst davor habe, noch etwas neues zu lernen. Ich will einfach nicht stehen bleiben, mich mit dem begnügen, was ich schon kann, sondern einfach meinen Wissenshorizont erweitern.

Aber davon schreibe ich morgen mehr...
27.5.07 22:30





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