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Gott, ich danke dir, dass ich so wunderbar gemacht bin

So ist der Titel des Seminars, das ich am Wochenende besucht habe.
Meine Freundin Ellen und ich hatten und schon länger vorgenommen, ein gemeinsames Wochenende zu verbringen und so hatten wir uns dieses Seminar ausgewählt. Die Tagungsstätte kannten wir schon, wir haben dort vor Jahren schon ein paar Seminare besucht und es hat uns jedes Mal sehr gut gefallen und ich habe auch jedes Mal etwas für mich gelernt und verinnerlicht.

Diesmal war ich nicht sicher, was mich erwarten würde, denn der Titel selbst hat mich im ersten Moment nicht angesprochen, obwohl er der Anfang des Taufspruchs meines Großen ist. Ich hatte etwas kirchlich angehauchtes erwartet und damit kann ich im Moment nicht so viel anfangen. Ein näherer Blick in die Kursbeschreibung ließ mich meine Meinung ändern, und so freute ich mich auf ein familienfreies Wochenende – auf Zeit nur für mich, auf die entspannte Atmosphäre dort und auf die neuen Leute, die ich dort wieder kennen lernen würde.

Obwohl ich Urlaub habe, habe ich etwas Stress, alles vorzubereiten und mein Zuhause einigermaßen ordentlich zu verlassen, den Kühlschrank zu füllen und mich selbst reisefertig zu machen. Aber als ich endlich am späten Nachmittag bei Ellen eintreffe, bin ich ganz entspannt und locker. Bereit, mich auf dieses kleine Abendteuer einzulassen.

Jedes dieser Seminare beginnt mit einem gemeinsamen Abendessen, und wir stellen fest, dass noch mehr Frauen gemeinsam gekommen sind, einige jedoch auch alleine, aber der Kontakt schon beim Essen hergestellt wird. Es ist wohl einfach dieses sich auf etwas neues einlassen, was dies möglich macht. Bereit sein, sich ein Wochenende mit an sich wildfremden Menschen auszutauschen, sich zu öffnen und etwas von sich preiszugeben, was man Fremden sonst nicht so ohne weiteres offenbaren würde. Es ist für mich jedes Mal ein Phänomen, das ich erstaunlich finde, obwohl ich weiß, dass es jedes Mal funktioniert.

Wie immer beginnt der Kurs mit einer Vorstellungsrunde, und auch dort fällt mir sofort die Offenheit der meisten Frauen auf. Alle sind wir um die 50 Jahre alt – eine ist mit 40 Jahren das Küken in der Runde. Die älteste ist 72 Jahre alt – aber für mich auf den ersten Blick eine total interessante Frau – keineswegs eine Oma, wie man es in dem Alter erwarten würde. Jede Frau erzählt mit wenigen Worten etwas über sich, und doch merke ich sofort, welche vielfältigen Geschichten sich dahinter verbergen. In unserem Alter haben alle Höhen und Tiefen hinter sich, hat das Leben Spuren hinterlassen, und das wird deutlich in diesen wenigen Worten.

Wir starten das Seminar mit Farb- und Formenspielen und jede der Frauen ist bereit, ihre eigene Körpersilhouette malen zu lassen. Jeweils zwei Frauen beschreiben dann die Körperform der jeweils anderen und tauschen sich darüber aus. Das Los hat Ellen und mich zusammengeführt, was ich sehr angenehm empfinde. Meine breiten Hüften fallen mir sofort ins Auge und ich meine, die breitesten Hüften von allen zu haben, trotz 20 Kilo Gewichtsverlust. Wertfrei betrachtet habe ich jedoch im Verhältnis dazu eine schmale Taille, die ich jedoch nie beachte, weil ich so mit meinen Hüften beschäftigt bin. Das wird mir an diesem Abend zum ersten Mal bewusst. Ich gehe daher ganz entspannt nach einem Plauderstündchen mit einigen der Frauen in mein Bett und freue mich auf den Samstag...
12.9.07 22:24


Der 2. Tag – Samstag

Ich genieße es, dieses eigene kleine Zimmer mit Dusche und WC. Ich muss mich nur um mich kümmern, kann in Ruhe duschen, mich fertig machen, muss nur ein paar Sachen wegräumen und habe ein immer aufgeräumtes Zimmer. Das Frühstück macht Spaß – der Tisch ist gedeckt, alles steht bereit – es ist wirklich wie ein kleiner Urlaub – ich genieße dieses Gefühl der Gelassenheit...

Wir starten gegen 9 Uhr mit einer kurzen Bewegungsübung und erfahren danach einiges zum Hintergrund der Farben und ihrer Wirkung. Entgegen der sonst üblichen Farbtypen Frühling, Sommer, Herbst und Winter gibt es bei dieser Farbberatung noch Zwischenstufen, sodass man nun insgesamt 9 Farbtypen unterscheidet. An einer Frau schauen wir uns alle an, wie die unterschiedlichen Farbtypen auf sie wirken und welche Farben letztendlich am besten zu ihr passen. Farben verändern tatsächlich deine Hautfarbe, können dich blass und krank aussehen lassen, oder frisch und aktiv wirken. Ich hätte nie gedacht, dass dies wirklich so deutlich zu sehen ist. Ich habe zwar schon öfters von Farbberatungen gehört, und dennoch erstaunt es mich, dass Farben tatsächlich diese Wirkung haben.

Die Damen teilen sich in zwei Gruppen – eine Gruppe wird zuerst die Farbberatung für jede einzelne machen, die andere beschäftigst sich mit der Thematik Selbst- und Fremdwahrnehmung.
Ich bin froh, auch hier wieder mit Ellen in einer Gruppe zu sein – ich habe das Gefühl, dass wir dabei auch füreinander sehr viel lernen können und es unsere Freundschaft noch unterstützt. Ich freue mich, dass wir uns für diese Wochenende entschieden haben und bin dankbar, eine solche Freundin in meiner Nähe zu haben.

In unserer Gruppe probieren wir die unterschiedlichsten Klamotten an, holen uns die Meinung der anderen ein, beraten jede, versuchen zu verbessern, ziehen uns mehrfach um und vertrödeln uns mit der Zeit. Aber für mich bekomme ich neue Anregungen. Meine breiten Hüften, die ich vorzugsweise mit langen Oberteilen verhängt habe, wirken viel besser, wenn ich meine Taille betone und kurze Oberteile trage. Einige meiner Klamotten sitzen auch nicht mehr richtig und ich bin eigentlich froh darüber, nicht so viele Kleidungsstücke zu besitzen, denn nun kann ich ganz gezielt nach neuen Sachen suchen, am besten vielfach zu kombinieren, und ich nehme mir vor, jetzt bewusster einkaufen zu gehen, lieber weniger Teile zu kaufen, dafür aber auf Qualität und guten Schnitt zu achten. Waagemenschen sagt man ja nach, dass sie die anspruchsvoll und ästhetisch sind, auch was die Kleidung betrifft. Ich habe allerdings immer nur darauf geachtet, wie viel etwas kostet und immer nach billigen Alternativen gesucht. Mein Vater ist heute noch so – wohl auch, weil er immer aufs Geld schauen musste, so wie ich ja auch. Aber wenn ich Sicherheit brauche, muss ich mich in meinem Auftreten in den richtigen Kleidungsstücken befinden, muss durch Farben und Formen meine Ausstrahlung finden und mich so präsentieren. Ich will mich nicht verkleiden – ich will durch Kleidung meine Persönlichkeit unterstreichen, sie „zeigen“. Das wird mir klar in diesen Stunden.

Die Farbberatung in unserer Gruppe startet mit mir, und ich freue mich, dass ich nun endlich wissen werde, welche Farbskala am besten zu mir passt. Von den 9 Karten habe ich mir die Mitte ausgesucht, doch als diese Farben dann als Tücher auf meinen Schultern liegen, bin ich unsicher. Es ist schwer, herauszufinden, welches meine Farbkarte ist – auch die anderen haben da ihre Schwierigkeiten. Erst, als wir ein paar Mal die Tücher wechseln, kommen meine Farben zu Vorschein – ich bin kein reiner Sommertyp, wie ich vermutet hatte, sondern habe eine Tendenz zu den helleren Farben, in denen auch Teile der Frühlingsfarben vertreten sind. Ich bin froh, dass ich kein reiner Sommertyp bin, denn meine Farbskala gefällt mir viel besser, und einige Farben davon trage ich auch schon seit längerem – eigentlich, seitdem ich mich wieder für hellere Haare entschieden habe. Ich bin nun mal blond und blauäugig – und ich habe die ganzen Jahre versucht, dies zu leugnen. Habe meine Haare immer dunkler gefärbt und dadurch versucht, diesem Blondchenimage zu entfliehen. Nun kann ich endlich meine blonden Haare lieben – auch wenn ich mit Farbe etwas nachhelfe, weil ich noch nicht bereit für die grauen Strähnen bin. Und meine Augen leuchten tatsächlich, wenn ich die richtigen Farben trage. Ich freue mich, dass auch die anderen das sehen und liebe mich wieder ein Stückchen mehr....

Am Abend merke ich, wie anstrengend der Tag war, denn es ist richtige Arbeit, die anderen genau zu betrachten, zu beraten, zu kommentieren. Aber es wird trotzdem spät, als wieder einige Frauen noch eine Weile zusammensitzen und den Abend ausklingen lassen. Wieder bin ich erstaunt, wie offen jede von sich erzählt, wie viel jede preisgibt aus ihrem Leben, wie viel persönliches dabei gesagt wird.
Ich bin wirklich dankbar für dieses Wochenende, auch wenn ich diese Frauen wohl kaum wiedersehen werde. Aber es ist einfach immer wieder eine schöne Erfahrung, die ich mitnehme und die mich mein eigenes Leben in neuem Licht sehen lässt.
12.9.07 22:25


Der 3. Tag – Sonntag

Auch an diesem Tag starten wir früh nach einem ausgiebigen Frühstück. Mein Zimmer ist schnell aufgeräumt, das Bett abgezogen und der Koffer gepackt. Wie einfach alles ist, wenn man nur für sich selbst verantwortlich ist.

Wir starten wieder mit etwas Bewegung, und danach bereiten wir unsere Präsentation vor. Geplant ist eine Modenschau – jede soll sich den anderen präsentieren. Mir graut davor, ich präsentiere mich nicht gerne, ich bin unsicher. Und obwohl ich diese Frauen ja erst ein paar Tage kenne, geniere ich mich vor ihnen – und Modenschau – oh jee – bin doch kein Model, das ist wirklich die schwerste Aufgabe dieses Wochenendes.... Ich bin mit Ellen in einer Gruppe mit noch zwei Frauen, und wir haben eine Stunde Zeit, unseren Auftritt vorzubereiten. Ellen ist in ihrem Element – sie wird drei Outfits präsentieren, ich bin froh, wenn ich einmal den Laufsteg lang laufe...

Aber ich finde eine tolle Jacke auf dem Kleiderständer der Kursleiterin, die super zu meiner Hose passt. Von Ellen kommen ein Oberteil und die passenden Schuhe, und von einer anderen Teilnehmerin ein schöne Kette. Ich gefalle mir im Spiegel, aber mit der Präsentation hapert es noch. Ich übe ein paar Mal, auch wie man die Jacke unauffällig öffnet und lächelnd die Runde geht.

Mein Auftritt ist ok und wird von allen beklatscht – so wie alle Damen Applaus erhalten und jede versucht, ihr bestes zu geben. Ich merke, dass es das ist, was ich noch mehr üben muss, um Sicherheit zu erhalten. Dabei können mir Kleidung und die richtigen Farben helfen, ich zu sein und mich zu zeigen, statt mich in Kleidung verstecken zu wollen.

Es ist tatsächlich so, dass mir endlich klar wird, was ich mir wert sein sollte und dass es durchaus legitim ist, mit der richtigen Kleidung und den richtigen Farben besser auf andere wirken zu können. Ich halte nichts von Menschen, die nur danach gehen, ob jemand gut oder schlecht angezogen daher kommt und dabei den Charakter übersehen bzw. diesen nur nach der Kleidung beurteilen. Vielleicht habe ich deshalb nie so großen Wert auf Kleidung gelegt. Aber Kleidung kann – wenn sie nicht „verkleidet“, den Charakter eher noch unterstreichen, sichtbar machen, was sonst unter der falschen Kleidung oder den falschen Farben verborgen geblieben wäre.

Das ist die elementare Erkenntnis, die ich aus diesem Seminar mitnehme. Es ist fast, als hätte ich mich selbst gefunden, und meinen eigenen Wert erkannt...
12.9.07 22:25


Nachtrag zum WE

Ich habe noch einen kleinen Nachtrag zu meinen Wochenende

Da ich ja das Programm Flash lerne, habe ich das wunderschöne Gedicht, das wir während des Seminars gehört haben, in einer Präsentation verarbeitet.

Durch die Musik könnte es ein Weilchen dauern, bis es lädt, also etwas Geduld mitbringen hier der Link

http://www.magic-graphics.de/flash/lektion18/gedicht1.html
13.9.07 15:24





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