libra


Der Weg ist das Ziel libra

  Startseite
    Gewichtiges
    Nachdenkliches
    nur so
  Über...
  Archiv
  Bilder
  Meine Layouts
  Gewichtsverlauf
  WW-Programm
  Meine Freunde
  Gästebuch
  Kontakt
 


 
Links
   Blends by me
   Buchticket
   Crazyworld
   Silvies place

libra


http://myblog.de/libra

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Projekt 50+

Nun bin ich schon 16 Tage ein 50+ Projekt und habe es bisher nicht geschafft, meinen 50. Geburtstag zu reflektieren. Ich find das sehr schade, denn ich möchte meinen Blog eigentlich aktuell halten, schaffe es aber immer nicht wirklich.

Nun gut, besser spät als nie – und so werde ich heute noch mal diese Tage Revue passieren lassen.
50 zu werden ist für eine Frau schon etwas besonderes. Man fühlt sich eigentlich nicht alt, hat aber ein Bild vor Augen, nach dem Frauen mit 50 alt sind! Aus diesem Grund hatte ich schon ein merkwürdiges Gefühl, als dieser 2. Oktober immer näher kam und ich der Tatsache ins Augen sehen musste, nun auch ein Teil der 50+ Generation zu werden.

Aber meine Ängste waren unbegründet und auch völlig irrational, denn man wird ja nicht von einer zur anderen Minute damit zu einer alten Frau!

Im Gegenteil möchte ich ganz frech behaupten, dass es Jahre gab in den Vierzigern, in denen ich älter aussah als heute. Das hat mich stolz gemacht und mit gezeigt, dass Veränderung durchaus möglich ist. Ich habe z.B. gerade gestern ein Bild von mir gefunden, das 5 Jahre alt ist und aus dem mich eine frustrierte, unglückliche Irene anblickt. Mein ganzer Kummer war mir im wahrsten Sinne des Wortes ins Gesicht geschrieben, und ich sah alt und müde aus. Daneben dann die Bilder vom Geburtstag zu sehen, hat mich glücklich gemacht und mir gezeigt, dass auch mein Aussehen eine Frage der Lebenseinstellung ist. Nur wer zufrieden und glücklich ist, kann dies auch ausstrahlen, und schon aus diesem Grund lohnt es sich, positiv zu denken und aufgeschlossen in die Zukunft zu blicken.

Veränderung

An meinem Geburtstag war ich ganz normal arbeiten und habe mich von meinen Kollegen feiern lassen. Die waren alle total lieb, hatten für mich gesammelt und so kann ich mir noch ein paar schöne Sachen leisten. Daheim erhielt ich lauter liebe Anrufe oder E-Mails und auch in meinem Forum wurde ich lieb beglückwünscht. Außerdem kam meine Freundin spontan vorbei und wir haben mit Dosensekt angestoßen. Verrückt, oder, und der schmeckt auch noch.

Abends sind wir nur mit unserer Familie essen gegangen und haben den Tag mit einem Gläschen Sekt ausklingen lassen,. Alles in allem ein ganz ruhiger Tag, den ich mir aber auch so gewünscht hatte, denn die große Feier sollte ja am Samstag stattfinden.

Gemeinsam mit meiner Schwester, meinem Vater sowie einem meiner Neffen und meiner Nichte feierten wir 200 Jahre Geburtstag, Alle hatten wir in diesem Jahr ein Null am Ende und das haben wir in einem lustigen Familienfest gefeiert. Es war super organisiert, weil wir es zu mehreren taten und alles hat auch hervorragend geklappt. Mein Highlight an diesem Tag war sicherlich die Lobrede, die Ellen für mich auf unsere Freundschaft gehalten hat. Das hat mich sehr berührt und ich freue mich, dass ich diese Freundin in meiner Nähe habe. Das allein ist schon ein großartiges Geschenk.

Gefeiert wurde bis nachts um zwei und am nächsten Tag haben wir dann zusammen nach einem gemeinsamen Frühstück aufgeräumt. Nach einer Kurzen Walkingrunde brauchte ich aber dann doch den Sonntag, um mich etwas auszuruhen – da merkt man wohl doch das Alter *lach*

Wenn ich mein Abnehmprojekt betrachte, hatte ich das Ziel, bis zu meinem Geburtstag auf 66 kg angekommen zu sein. Dieser Wunsch hat sich nicht erfüllt. Im Gegenteil erlebe ich seit Monaten einen Stillstand, der mich schon manchmal frustriert, den ich aber immer wieder akzeptieren kann, wenn ich sehe, wie gut es mir sonst gesundheitlich geht. Vielleicht muss ich meine Vorstellungen auch einfach noch mal relativieren – damit mache ich mir jetzt keinen Stress.

Was meine berufliche Veränderung betrifft, erlebe ich auch da leider einen Stillstand, aber hier versuche ich im Moment zu akzeptieren, dass dies so ist und mir damit keinen Druck zu machen. Ich glaube weiterhin fest daran, dass ich auch diesen Punkt in meinem Leben verändern kann, auch wenn es länger dauert.
18.10.07 15:10


Die Mäusestrategie

In einem Forum wurde mir vor einigen Wochen ein Buch empfohlen:

„Die Mausestrategie“ von Spencer Johnson, das ich mir nach dem Lesen des Klappentextes sofort gekauft habe. Ich fühlte mich von der Geschichte sofort magisch angezogen und habe das Buch richtiggehend verschlungen.

Es handelt von Mäusen und menschenähnliche Minilebewesen, die auf der Suche nach ihrem persönlichen Käselager sind und wie sie Veränderungen begegnen, nachdem man ihnen eines Tages den Käse einfach weggenommen hatte.

Wundervoll geschrieben, eigentlich ganz einfach, und doch absolut wirkungsvoll. Ich hatte den Eindruck, man hätte die Mäusestrategie eigens für mich geschrieben, denn sie passt so hundertprozentig auf mich und mein Leben wie sonst nichts, was ich bisher gelesen habe.
18.10.07 15:45


Als man mir den Käse wegnahm...

Ich habe lange darüber nachgedacht, wann man mir wohl meinen Käse weggenommen hat,
und wenn ich ehrlich bin, ist das schon sehr lange her. Wer meinen Blog kennt, kennt auch meine Geschichte, aber ich möchte hier trotzdem noch mal anhand der Mäusestrategie reflektieren, wie es aus meiner Sicht war.

Als ich mit dem Studium fertig war, hat mich ein älterer Kollege gefragt, ob ich zusammen mit ihm ein Büro eröffnen wollte. Der Kollege war aus Trier nach Nordhessen gekommen und wollte das Büro nur in Partnerschaft führen. Er hatte meinen damaligen Chef gefragt, der aber schon sehr krank war und uns nur seine Büroräume vorerst zur Verfügung stellte.
Ich hatte die Wahl zwischen Anstellung und Partnerschaft - und ich wollte die Partnerschaft.
Ich war vielleicht blauäugig, aber auch ehrgeizig, und mir gefiel die Vorstellung, gleichberechtigter Partner zu sein. Außerdem dachte ich, dass ich damit Kindererziehung und Beruf besser kombinieren könnte, was sich auch als richtig erwies.

Der Kollege baute sich ein Haus mit Büro und wir zogen nach einer Übergansphase dort ein.
Wir hatte sehr gute Aufträge und bald einen Namen im Ort, denn das Team - jung und alt, klappte gut, auch weil die Aufgaben entsprechend verteilt waren.

Das war die Zeit, als ich mein persönliches Käselager fand.

Es war ein sehr schöne Zeit - ich war erfolgreich, ich hatte genügend Geld, ich hatte mein eigenes Haus, Mann, Kinder - alles wie im Märchen

Ich habe mich in dieser Zeit oft gefragt, ob das Glück wohl immer so weiter gehen könnte.
Ich war fast ängstlich, es könnte irgendwann mal aufhören, und leider war es dann auch so.

Die Partnerschaft zerbrach - und zwar nicht an mangelnden Aufträgen, sondern an zwischenmenschlichen Beziehungen. Trotz des Altersunterschieds hatten sich mein Kollege und ich ineinander verliebt. Wir wollten beide weder unsere Partner verlassen noch unsere berufliche Zusammenarbeit beenden, aber seine Frau bestand darauf, dass wir die Partnerschaft beenden.

Das war der Tag, an dem man mir meinen Käse weggenommen hat
18.10.07 15:45


Bewegungslos....

Ich war wie Grübel - ich habe in meinem leeren Käselager gesessen und habe gewartet, dass der Käse wieder kommt. Er kam aber nicht, und wie Grübel wurde ich darüber erst ärgerlich, später depressiv. Ich konnte nicht verstehen, warum ich in diese Situation kommen musste. Ich wollte natürlich weiterhin freiberuflich arbeiten, habe mir für viel Geld ein kleines Büro eingerichtet und konnte in der ersten Zeit noch von den Einnahmen leben, die ich noch aus der Partnerschaft erhielt.

Außerdem hatte ich selbst kleinere Aufträge, und so ging das einige Jahre gut - dachte ich jedenfalls. Es war aber keineswegs so, denn wieder habe ich die Veränderungen nicht bemerkt, habe erst spät die Notbremse gezogen und musste meinen Stolz begraben, indem ich das Büro aufgab und in meinem Arbeitszimmer daheim weitermachte. Das Geld wurde knapper, meine Schulden wuchsen, und ich saß immer noch in einem fast leeren Käselager, anstatt mich zu bewegen und Veränderung anzustreben.

Der Käse war immer noch weg!!!
18.10.07 15:46


Die Depression

Dann lernte ich die Bauträger kennen.
Ich dachte, ich hätte ein neues Käselager gefunden und tat alles, damit ich diesmal behalten konnte. Dabei habe ich mich unter Wert verkauft, habe Auftrage angenommen für ein Minihonorar und habe mich gar darauf eingelassen, auf mein Honorar lange warten zu müssen. Irgendwann haben die gar nicht mehr bezahlt, die Firma geschlossen und ich saß da mit einem riesigen Honorarverlust! Das ist mir gleich zweimal passiert

Der Käse war wieder weg - bzw. war gar kein guter Käse da gewesen!

Ich war dann der Meinung, dass es für mich wohl keinen guten Käse gibt.
Ich wurde krank - seelisch am Ende, körperlich 30 Kilo zuviel, blieb ich bewegungslos in meinem leeren Käselager sitzen und tat gar nichts mehr...
18.10.07 15:46


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung