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Schlechter Käse

Irgendwann brachte mir jemand ein Stück Käse vorbei in Form eines Bürojobs.
Derjenige wusste von meiner finanziellen Situation und hat dies für sich ausgenutzt,
in dem er den Lohn für diesen Job auf niedrigstem Niveau hielt.

Dieser Käse hat mir gar nicht geschmeckt, aber ehe ich verhungerte, hab ich ihn eben gegessen. Und eigentlich esse ich ihn heute noch, wobei ich schon eine Entwicklung in den Jahren gemacht habe. War ich Anfangs dort das kleine Mäuschen, dass sich nie getraut hat, was zu sagen, habe ich mit der Zeit schon gemerkt, dass ich in dieser Firma eine gewisse Position habe, und mit dieser Erkenntnis kam auch ganz langsam ein wenig meines Selbstbewusstseins zurück. Gleichzeitig aber ergaben sich immer wieder auch familiäre Probleme aus der finanziellen Not heraus, sodass ich eine Therapie brauchte, um zu erkennen, was an meinem Käselager nicht stimmt.

Es taten sich viele Baustellen in meinem Leben auf und es war klar, dass ich die auf keinen Fall alle auf einmal würde lösen können. Ich entschloss mich, an meinem Körper zu arbeiten und begann mit meinem Abnehmprojekt.
18.10.07 15:47


Erste Erkenntnisse

Mir ist jetzt auch klar, dass ich in meinem damaligen Zustand nicht zu solchen Gedanken wie heute fähig wäre.

Mein Projekt hat also funktioniert. Ich habe zwar noch nicht alle Kilos los, aber doch einen sehr großen Teil, und damit auch einen großen Teil an Frustration, Depression, Selbstzweifel.

Diese körperliche Veränderung hat mich zufriedener gemacht, hat mich gelehrt, mich selbst wieder wichtig zu nehmen und auf mich zu achten. Aber es hat mich auch gelehrt, dass ich mich während dieser ganzen Zeit nicht bewegt habe, sondern wie Grübel immer im Käselager gesessen habe aus Angst, mich im Labyrinth zu verlaufen. Und eben weil ich so lange dort drin gesessen habe, fällt es mir jetzt so schwer, meine Turnschuhe anzuziehen und die Gänge des Labyrinths abzulaufen.

Die Ideen, die ich jetzt habe, sind alle schön und gut, aber sie nur zu denken reicht eben nicht. Wenn ich mich nicht bewege, wird aus all diesen schönen Ideen nichts werden. Nur wer sich bewegt kann einen Eingang finden.

Ich habe das Gefühl, mein Käselager ist gar nicht weit weg, aber ich sehe des Eingang nicht.
Wenn ich herausfinde, was es ist, das mir die Sicht versperrt, müsste ich die Lösung haben...
18.10.07 15:47


Projekt 50+

Nun bin ich schon 16 Tage ein 50+ Projekt und habe es bisher nicht geschafft, meinen 50. Geburtstag zu reflektieren. Ich find das sehr schade, denn ich möchte meinen Blog eigentlich aktuell halten, schaffe es aber immer nicht wirklich.

Nun gut, besser spät als nie – und so werde ich heute noch mal diese Tage Revue passieren lassen.
50 zu werden ist für eine Frau schon etwas besonderes. Man fühlt sich eigentlich nicht alt, hat aber ein Bild vor Augen, nach dem Frauen mit 50 alt sind! Aus diesem Grund hatte ich schon ein merkwürdiges Gefühl, als dieser 2. Oktober immer näher kam und ich der Tatsache ins Augen sehen musste, nun auch ein Teil der 50+ Generation zu werden.

Aber meine Ängste waren unbegründet und auch völlig irrational, denn man wird ja nicht von einer zur anderen Minute damit zu einer alten Frau!

Im Gegenteil möchte ich ganz frech behaupten, dass es Jahre gab in den Vierzigern, in denen ich älter aussah als heute. Das hat mich stolz gemacht und mit gezeigt, dass Veränderung durchaus möglich ist. Ich habe z.B. gerade gestern ein Bild von mir gefunden, das 5 Jahre alt ist und aus dem mich eine frustrierte, unglückliche Irene anblickt. Mein ganzer Kummer war mir im wahrsten Sinne des Wortes ins Gesicht geschrieben, und ich sah alt und müde aus. Daneben dann die Bilder vom Geburtstag zu sehen, hat mich glücklich gemacht und mir gezeigt, dass auch mein Aussehen eine Frage der Lebenseinstellung ist. Nur wer zufrieden und glücklich ist, kann dies auch ausstrahlen, und schon aus diesem Grund lohnt es sich, positiv zu denken und aufgeschlossen in die Zukunft zu blicken.

Veränderung

An meinem Geburtstag war ich ganz normal arbeiten und habe mich von meinen Kollegen feiern lassen. Die waren alle total lieb, hatten für mich gesammelt und so kann ich mir noch ein paar schöne Sachen leisten. Daheim erhielt ich lauter liebe Anrufe oder E-Mails und auch in meinem Forum wurde ich lieb beglückwünscht. Außerdem kam meine Freundin spontan vorbei und wir haben mit Dosensekt angestoßen. Verrückt, oder, und der schmeckt auch noch.

Abends sind wir nur mit unserer Familie essen gegangen und haben den Tag mit einem Gläschen Sekt ausklingen lassen,. Alles in allem ein ganz ruhiger Tag, den ich mir aber auch so gewünscht hatte, denn die große Feier sollte ja am Samstag stattfinden.

Gemeinsam mit meiner Schwester, meinem Vater sowie einem meiner Neffen und meiner Nichte feierten wir 200 Jahre Geburtstag, Alle hatten wir in diesem Jahr ein Null am Ende und das haben wir in einem lustigen Familienfest gefeiert. Es war super organisiert, weil wir es zu mehreren taten und alles hat auch hervorragend geklappt. Mein Highlight an diesem Tag war sicherlich die Lobrede, die Ellen für mich auf unsere Freundschaft gehalten hat. Das hat mich sehr berührt und ich freue mich, dass ich diese Freundin in meiner Nähe habe. Das allein ist schon ein großartiges Geschenk.

Gefeiert wurde bis nachts um zwei und am nächsten Tag haben wir dann zusammen nach einem gemeinsamen Frühstück aufgeräumt. Nach einer Kurzen Walkingrunde brauchte ich aber dann doch den Sonntag, um mich etwas auszuruhen – da merkt man wohl doch das Alter *lach*

Wenn ich mein Abnehmprojekt betrachte, hatte ich das Ziel, bis zu meinem Geburtstag auf 66 kg angekommen zu sein. Dieser Wunsch hat sich nicht erfüllt. Im Gegenteil erlebe ich seit Monaten einen Stillstand, der mich schon manchmal frustriert, den ich aber immer wieder akzeptieren kann, wenn ich sehe, wie gut es mir sonst gesundheitlich geht. Vielleicht muss ich meine Vorstellungen auch einfach noch mal relativieren – damit mache ich mir jetzt keinen Stress.

Was meine berufliche Veränderung betrifft, erlebe ich auch da leider einen Stillstand, aber hier versuche ich im Moment zu akzeptieren, dass dies so ist und mir damit keinen Druck zu machen. Ich glaube weiterhin fest daran, dass ich auch diesen Punkt in meinem Leben verändern kann, auch wenn es länger dauert.
18.10.07 15:10


Nachtrag zum WE

Ich habe noch einen kleinen Nachtrag zu meinen Wochenende

Da ich ja das Programm Flash lerne, habe ich das wunderschöne Gedicht, das wir während des Seminars gehört haben, in einer Präsentation verarbeitet.

Durch die Musik könnte es ein Weilchen dauern, bis es lädt, also etwas Geduld mitbringen hier der Link

http://www.magic-graphics.de/flash/lektion18/gedicht1.html
13.9.07 15:24


Gott, ich danke dir, dass ich so wunderbar gemacht bin

So ist der Titel des Seminars, das ich am Wochenende besucht habe.
Meine Freundin Ellen und ich hatten und schon länger vorgenommen, ein gemeinsames Wochenende zu verbringen und so hatten wir uns dieses Seminar ausgewählt. Die Tagungsstätte kannten wir schon, wir haben dort vor Jahren schon ein paar Seminare besucht und es hat uns jedes Mal sehr gut gefallen und ich habe auch jedes Mal etwas für mich gelernt und verinnerlicht.

Diesmal war ich nicht sicher, was mich erwarten würde, denn der Titel selbst hat mich im ersten Moment nicht angesprochen, obwohl er der Anfang des Taufspruchs meines Großen ist. Ich hatte etwas kirchlich angehauchtes erwartet und damit kann ich im Moment nicht so viel anfangen. Ein näherer Blick in die Kursbeschreibung ließ mich meine Meinung ändern, und so freute ich mich auf ein familienfreies Wochenende – auf Zeit nur für mich, auf die entspannte Atmosphäre dort und auf die neuen Leute, die ich dort wieder kennen lernen würde.

Obwohl ich Urlaub habe, habe ich etwas Stress, alles vorzubereiten und mein Zuhause einigermaßen ordentlich zu verlassen, den Kühlschrank zu füllen und mich selbst reisefertig zu machen. Aber als ich endlich am späten Nachmittag bei Ellen eintreffe, bin ich ganz entspannt und locker. Bereit, mich auf dieses kleine Abendteuer einzulassen.

Jedes dieser Seminare beginnt mit einem gemeinsamen Abendessen, und wir stellen fest, dass noch mehr Frauen gemeinsam gekommen sind, einige jedoch auch alleine, aber der Kontakt schon beim Essen hergestellt wird. Es ist wohl einfach dieses sich auf etwas neues einlassen, was dies möglich macht. Bereit sein, sich ein Wochenende mit an sich wildfremden Menschen auszutauschen, sich zu öffnen und etwas von sich preiszugeben, was man Fremden sonst nicht so ohne weiteres offenbaren würde. Es ist für mich jedes Mal ein Phänomen, das ich erstaunlich finde, obwohl ich weiß, dass es jedes Mal funktioniert.

Wie immer beginnt der Kurs mit einer Vorstellungsrunde, und auch dort fällt mir sofort die Offenheit der meisten Frauen auf. Alle sind wir um die 50 Jahre alt – eine ist mit 40 Jahren das Küken in der Runde. Die älteste ist 72 Jahre alt – aber für mich auf den ersten Blick eine total interessante Frau – keineswegs eine Oma, wie man es in dem Alter erwarten würde. Jede Frau erzählt mit wenigen Worten etwas über sich, und doch merke ich sofort, welche vielfältigen Geschichten sich dahinter verbergen. In unserem Alter haben alle Höhen und Tiefen hinter sich, hat das Leben Spuren hinterlassen, und das wird deutlich in diesen wenigen Worten.

Wir starten das Seminar mit Farb- und Formenspielen und jede der Frauen ist bereit, ihre eigene Körpersilhouette malen zu lassen. Jeweils zwei Frauen beschreiben dann die Körperform der jeweils anderen und tauschen sich darüber aus. Das Los hat Ellen und mich zusammengeführt, was ich sehr angenehm empfinde. Meine breiten Hüften fallen mir sofort ins Auge und ich meine, die breitesten Hüften von allen zu haben, trotz 20 Kilo Gewichtsverlust. Wertfrei betrachtet habe ich jedoch im Verhältnis dazu eine schmale Taille, die ich jedoch nie beachte, weil ich so mit meinen Hüften beschäftigt bin. Das wird mir an diesem Abend zum ersten Mal bewusst. Ich gehe daher ganz entspannt nach einem Plauderstündchen mit einigen der Frauen in mein Bett und freue mich auf den Samstag...
12.9.07 22:24


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