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Lange nicht geweint

Warum dann heute???
Die letzten Tage waren bereits etwas chaotisch. Ich hatte kaum Zeit für mich, war total eingespannt und oft am Nachmittag noch mal geschäftlich oder privat unterwegs. Vielleicht war das der Grund, warum es heute dann zuviel war....

Der Tag fing schon nervig an. Ich wollte vor der Arbeit noch schnell eine CD brennen, was natürlich nicht auf Anhieb klappte. Viel zu spät bin ich daher losgekommen um festzustellen, dass der Tank leer ist. Also erst noch zur Tankstelle und noch mehr Zeit verloren. Entsprechend spät kam ich im Büro an.

Mein Plan war, heute endlich mal eine Stunde früher Schluss zu machen, da ich in dieser Woche oft mehr gearbeitet hatte als von meinem Chef vorgegeben. Danach wollte ich gleich meinen Putzjob erledigen und hätte dann noch walken gehen können.

Meine Pläne wurden leider nix. Ich wurde wie fast immer nicht früher fertig, weil mein Chef mich wieder den ganzen Tag aufgehalten hat. Und anstatt sich, wie sonst immer, am Nachmittag zu verkrümeln, blieb er während der ganzen Putzaktion auch noch im Büro, lief mir vor den Füßen rum und hat mich eigentlich nur aufgehalten. Heute habe ich diesen miesen Job regelrecht gehasst und meine Laune wurde mit jeder Minute schlechter. Als ich nach drei Stunden endlich abhauen konnte, wäre ich fast geplatzt!

Nachhause fahren wollte ich so auf gar keinen Fall. Außerdem hätten mich meine Dreibeine, die alle schon seit Mittag daheim waren, womöglich davon abgehalten, noch mal raus zu gehen. Also habe ich etwas gemacht, was ich wirklich sehr selten tue – ich bin nicht heimgefahren, sondern habe mein Auto an unserem nahgelegenen See abgestellt und bin gelaufen. Die Sonne schien, das Wetter war fast frühlingshaft und ich – ich habe seit langem mal wieder geweint!

Viele Gedanken gingen mir durch den Kopf. Ich konnte mir nicht erklären, warum ich plötzlich weinen musste. Das Wetter war genial, ich hatte frische Luft, ich konnte mich bewegen.
Aber ich weinte. Warum???

Zuerst habe ich gedacht, das sind die Wechseljahre. Man hört ja von so einigen Symptomen und Stimmungsschwankungen gehören wohl auch dazu. Aber ich war ziemlich sicher, dass es das nicht war. Ich glaube, ich habe über mich selbst geweint, darüber, dass ich in diesem beschissenen Job feststecke. Darüber, dass ich sogar putzen gehen muss, um ein paar Euros dazuzuverdienen.

Darüber, dass ich mich immer wieder enttäuschen lasse von Auftraggebern, die zwar versprechen, zu bezahlen, es dann aber dennoch nicht tun. Darüber, dass ich z.Zt wieder so wenig Geld habe, dass mir die Mahnungen ins Haus flattern. Darüber, dass mein so positives Horoskop sich eher ins Gegenteil kehrt. Ja ich weine um mich selbst, um meine Schwäche, um meine verletzte Seele, die wohl viel verletzter ist als ich angenommen habe.

Ich kann nur hoffen, dass dieser Zustand nur von kurzer Dauer ist. Ich will morgen früh aufwachen und mich wieder glücklich und stark fühlen. Ich weiß aus bitterer Erfahrung, dass mich dieses Weinen bisher nie weitergebracht hat, dass es mir viel besser geht, wenn ich stark, mutig, selbstbewusst bin. Aber hier ist mit Vernunft nichts zu machen! Das Gefühl hat mich überrollt, eiskalt erwischt. Ich hoffe, die Nacht bringt mir meine Lebensfreude zurück.
16.2.07 19:19
 


bisher 6 Kommentar(e)     TrackBack-URL


ariadne / Website (16.2.07 19:41)
Aber weinen gehört doch dazu! Es ist ein Teil des Lebens, gelegentlich traurig zu sein. Warum lässt du das nicht zu? Was ist so schlimm daran? Traurigkeit sollte auch einen Platz haben. Man kann nicht alles vermeintlich Schlechte negieren und vom eigenen Leben fernhalten.
Liebe Grüße


Irene (16.2.07 19:55)
Liebe Ariadne,
ich weiß nicht, ob du meinen Blog schon länger verfolgst, aber ich freue mich über deinen Kommentar sehr. Ich weiß sehr wohl, dass auch Traurigkeit zum Leben dazu gehört und man nicht immer himmelhochjauchzend sein kann - und dennoch macht es mir jedesmal Angst, wenn es mich erwischt.

Dein Kommentar hat jedenfalls bewirkt, dass ich es eher akzeptieren kann. Dankeschön dafür!


Hella / Website (17.2.07 09:07)
ich stimme Ariadne auch zu; wie ich auf deinen letzten Kommentar bei mir geschrieben habe,hat mich mal so richtig *ausheulen* ein stückchen weitergebracht.Ich fühlte mich danach wie befreit.Auch mir geht es beim joggen so;wenn ich eine Pause mache und ich an meinem Plätzchen stehe wo die Kinzig ist , die Tiere ,viel Grün und der nahe Schwarzwald zu sehen ist ,dann kann es passieren das ich weine.Dann lasse ich es zu ,denn es gehört dazu wie Lachen und fröhlich sein.Ich wünsche dir einen schönen Tag heute. LG Hella


Irene (17.2.07 21:00)
Danke Hella


chrissy (19.2.07 17:25)
Weine Schatzi, weine...du glaubst garnicht wie oft mir zum weinen zu mute ist, manchmal habe ich das Gefühl ich würde in einem See von Tränen ertrinken


Irene (19.2.07 18:05)
Och Süße - ich hoffe, du weiß, wo du dich hinwenden kannst, wenn es mit den Tränen mal zuviel wird.

Ich habe es diesmal aber richtig gemacht - früher wäre ich in dieser Stimmung heimgekommen, hätte mich noch schlechter gefühlt und wäre womöglich tagelang in dieser Stimmung geblieben. aber dadurch, dass ich gelaufen bin, für mich alleine war, konnte ich es besser raus lassen und war am nächsten Tag zwar etwas verquollen, aber wieder auf dem Wege der Besserung. Das habe ich gelernt im letzten Jahr. Und jetzt werde ich auch Weinen und Traurigkeit zulassen, wenn sie mich überkommt.

Ich drück dich mal ganz dolle aus der Ferne

Knubu
irene

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