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Kinder

Ich komme gerade von meiner heutigen Walkingtour. Es hat geregnet, ein paar Donner konnte man hören, aber dadurch hat die Schwüle der letzen Tage ein wenig nachgelassen. Es ist das erste Mal in dieser Woche, dass ich alleine laufe und ich brauche eine Weile, ehe meine Gedanken nicht mehr so durcheinander wirbeln…

Heute ist mein Jüngster zu einer Klassenfahrt nach Sylt aufgebrochen. Ganz cool hat er sich von mir am Bus verabschiedet und ich stand mit gemischten Gefühlen dort und habe dem abfahrenden Bus nachgesehen.

Ich hab’ ein wenig Angst – ich möchte natürlich, dass er heil ankommt, dass er Spaß hat, es ihm gut geht und er am Donnerstag nächste Woche glücklich und zufrieden wieder heimkommt. Und ich möchte, dass es auch mir gut geht während dieser Zeit – ich möchte eigentlich diese auch für mich freie Zeit genießen können – genießen, mich Mittags nicht abhetzen zu müssen wegen dem Essen, mich morgens ganz in Ruhe fertig zu machen und mich nur um mich selbst kümmern zu müssen. Einfach mal ein wenig von der Verantwortung, die man beim täglichen Leben mit Kindern hat, abzugeben.

Aber da ist auch ein Gefühl des schlechten Gewissens – darf man als Mutter so denken, darf man froh sein, wenn die Kinder mal alleine verreisen und man sich auf diese kinderfreie Zeit freut? Darf man diese Zeit genießen?

Mein Verstand sagt natürlich ja, aber die Muttergefühle kommen doch immer wieder durch.

Als ich heute Mittag beim Chinesen unser Essen abholte, saß dort eine Frau, die mir sehr bekannt vorkam. Ich war mir erst nicht sicher, aber dann sprach ich sie einfach an. Ehe ich jedoch etwas sagen konnte, erkannte sie mich sofort wieder – es war die Hebamme, die vor fast 14 Jahren Christoph auf die Welt holte und uns auch nach der Geburt noch betreute. Gibt es wirklich solche Zufälle? Ich hab’ mich wahnsinnig gefreut, diese Frau wieder zusehen, denn Christophs Geburt war ein sehr intensives Erlebnis und ich fühlte mich bei dieser Hebamme sehr gut aufgehoben. Sie freute sich auch sehr über das Wiedersehen und ich erinnerte mich sofort an Ellens Lieblingssatz:

Es gibt doch keine Zufälle!!!

Denn dieses Wiedersehen hat natürlich eine Erinnerungsflut ausgelöst:
Christoph, das Kind, das ich unbedingt noch haben wollte, bevor ich 35 bin
Christoph, der Sonnenschein, der unser an sich eingespieltes Familienleben komplett auf den Kopf stellte
Christoph, für den ich den ganzen Schulstress noch mal mitmache
Christoph, für den ich auf mein berufliches Weiterkommen verzichtet habe, um mehr bei meinem Kind sein zu können.

Ich hätte es einfacher haben können – mit einem Kind wäre vieles leichter gewesen. Aber ich bereue nichts – im Gegenteil, ich bin froh, so entschieden zu haben. Und auch wenn er gerade in der Schule so seine Probleme hat, wenn Lehrergespräche an der Tagesordnung sind, wenn es schwer ist, ihn zum Lernen zu motivieren – so ist er doch so ein liebenswerter und toller Junge, der uns für all das auf andere Weise entschädigt.

Ich werde Mitte 50 sein, bis der mal erwachsen ist und auf eigenen Beinen stehen kann, aber das hält mich jung, lässt mich nicht träge werden. Auch aus diesem Grund lohnt es sich, auf dem Weg zu bleiben…..

Liebe Grüße
Irene
7.7.06 21:24
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Marion (7.7.06 21:59)
Hey,
Ich freue mich für dich! Jemanden so wichtigen aus der Vergangenheit wieder zu treffen ist sicher ein großes Glück und siehst du, ja, alles im Leben hat seine Berechtigung und seinen Sinn. Und so darf man auch froh sein seine Kinder mal los zu sein, sie sind sowieso nur geliehen, wenn mal so will. Eine schöne Zeit und genieße es.
Gruß
Marion


Ellen / Website (7.7.06 23:20)
Liebe Irene, ich möchte dir auch nur sagen, dass du diese Gedanken haben darfst. Aber das gefühl verstehe ich auch. Ich habe ja auch einen Christoph.
Gute Nacht Ellen

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